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WALDWIRTSCHAFT UND KLIMASCHUTZ

Indonesisch-deutscher Expertendialog

im Rahmen einer Informationsreise vom

25. August bis 1. September 2013

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Der indonesische Urwald und der deutsche Schwarz-wald könnten nicht unterschiedlicher sein. Aber genau aus diesem Grund reisen 18 Mitarbeiter des indonesischen Forst- und Planungsministeriums nach Baden-Württemberg zu ihren Kollegen von ForstBW. Ihr gemeinsames Ziel ist der internationale Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet der naturna-hen und nachhaltigen Forstwirtschaft.

Noch gehört Indonesien zu den größten Emittenten von Treibhausgasen. Mit der Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans zur Reduzierung von Treib-hausgasemissionen im Jahr 2011 hat sich die indo-nesische Regierung der Herausforderung gestellt, klimaschädliche Prozesse zu minimieren, nachhal-tiges Wirtschaftswachstum zu generieren und eine Verbesserung der Lebensumstände für die Bevölke-rung zu ermöglichen.

Zur Unterstützung dieser Bestrebungen wurde 2009 das „Wald- und Klimaschutzprogramm“ (FORCLI-ME) ins Leben gerufen. In diesem Rahmen findet im August 2013 eine weitere Informationsreise einer indonesischen Delegation nach Deutschland statt. Im Expertendialog wollen sich die indonesischen Besucher wichtiges Know-How aneignen, um die heimische Forstverwaltung zu reorganisieren und den Klimaschutz zu forcieren.

EXPERTENAUSTAUSCH

Indonesien – Deutschland

Ein vielfältiges Programm ermöglicht es durch Vorträge, Diskussionen und Feldforschungen den Schwarzwald und Freiburg näher kennen zu lernen. Besondere Förderung erhält das Programm vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammen-arbeit und Entwicklung (BMZ), das die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit der Durchführung beauftragt hat, in Kooperation mit dem indonesischen Forstministerium.

Die GIZ

Als weltweit tätiges Bundesunternehmen der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung, unterstützt die Deutsche Gesell-schaft für internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) die Bundesregierung bei der Verwirklichung ihrer entwicklungspolitischen Ziele.

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VORWORT

Indonesien hat sich ein jährliches Wirtschaftswachs-tum von 7% zum Ziel gesetzt. Gleichzeitig sollen die im weltweiten Vergleich sehr hohen Treibhausgas-Emissionen des Landes bis zum Jahr 2020 um 26% reduziert werden. Den entscheidenden Beitrag dazu soll der Forstsektor erbringen. Um das angestrebte Ziel der Emissionsreduzierung zu erreichen, ist eine grundlegende Reform des Forstsektors erforderlich. Die indonesisch-deutsche Entwicklungszusammen-arbeit unterstützt mit dem Programm zum Wald- und Klimaschutz (FORCLIME) die indonesische Forstver-waltungsreform, mit der die Verantwortung für die Bewirtschaftung der Wälder in dezentrale staatliche Strukturen, sogenannten Forest Management Units, gelegt wird. Dadurch werden alle Waldflächen einer geregelten Bewirtschaftung unterzogen, der kom-merzielle Holzeinschlag besser kontrolliert und die Nutzungsrechte der lokalen Bevölkerung auf eine rechtlich gesicherte Basis gestellt. Die Forstverwal-tungsreform ist eine wichtige Voraussetzung zur Begrenzung von Waldverlusten, Walddegradation und CO2 Emissionen.

Das Programm FORCLIME hat von Anbeginn den Erfahrungsaustausch zwischen dem indonesischen Forstministerium und Forstverwaltungen in Deutsch-land angestrebt. Durch eine Reihe von Informati-onsreisen wurde ein bilateraler Expertendialog zu forstlichen Reformprozessen in Indonesien und Deutschland gefördert. In diesem Kontext hat auf Einladung von ForstBW im Zeitraum vom 25. August

bis 1. September 2013 die Informationsreise einer indonesischen Delegation nach Baden-Württemberg stattgefunden. Im Rahmen eines abwechslungsrei-chen Programms hatte die indonesische Delega-tion Gelegenheit, sich umfassend zu Themen wie Forstverwaltungsreform, Nationalparkmanagement, kommunale Waldwirtschaft, Forstbetriebsgemein-schaften, erneuerbare Energien und Klimawandel zu informieren und Fachdialoge mit deutschen Kollegen zu führen.

Die Ergebnisse dieses indonesisch-deutschen In-formationsaustauschs sind ein weiterer wichtiger Beitrag zur langjährigen erfolgreichen Entwicklungs-zusammenarbeit im Forstsektor. Mit der vorliegen-den Broschüre wollen wir vorliegen-den Verlauf der Informati-onsreise dokumentieren.

Im Namen von FORCLIME und der Delegation wollen wir uns an dieser Stelle bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ForstBW für die Einladung und das hochinteressante Programm bedanken. Unser beson-derer Dank gilt den Organisatoren und Begleitperso-nen der Informationsreise, sowie den Vertretern der besuchten Firmen, Organisationen und Institutionen.

Jakarta, Oktober 2013

Helmi Basalamah, Leiter des Planungsbüros im indonesischen Forstministerium

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DER SCHWARZWALD

Der Schwarzwald liegt im Südwesten des Bundes-lands Baden-Württemberg und bildet DeutschBundes-lands größtes zusammenhängendes Waldgebiet. Der dichte Mischwald aus überwiegend Fichten, Tannen und Buchen erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 8.000 Quadratkilometern über ein Mittelgebirge mit bis zu 1493 Metern Höhe. Fast 40% des Bundeslan-des sind bewaldet.

Der natürliche Lebensraum wird durch große Hö-henunterschiede bestimmt, dessen Berge und Täler sowie Seen die Grundlage einer besonders arten-reichen Flora und Fauna bilden. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sonne und Niederschlag macht die Region überaus fruchtbar: Das Rheintal und die Vorbergzone des Schwarzwalds werden durch Wei-nanbau und intensiven Obst- und Gemüseanbau be-stimmt. Viehwirtschaft fi ndet auf den lichten Hügeln des Südschwarzwaldes statt; der Nordschwarzwald ist durch nachhaltige Waldwirtschaft und holzverar-beitende Industrie gekennzeichnet.

Die Nutzung des Schwarzwaldes durch den Men-schen reicht über viele Jahrhunderte zurück. Dabei waren die Eigentums- und Nutzungsformen einem fortschreitenden Wandel unterzogen. In vielen Teilen des Schwarzwalds ist nach wie vor die traditionelle bäuerliche Waldwirtschaft bestimmend. Waldzerstö-rerische Bewirtschaftungsformen wie Köhlerei, Glas-brennerei und Waldweide haben im 19. Jahrhundert einer nachhaltigen Waldwirtschaft Platz gemacht.

Forst- und Holzwirtschaft sind bedeutende Wirt-schaftsfaktoren in der Region. „Daher müssen wir mit der Natur arbeiten - nicht gegen sie. Nur dann ist nachhaltige Waldwirtschaft möglich“ sagt Josef Nol-le, der als Förster im Schwarzwald tätig ist. Ein Raub-bau am Wald, wie er in vergangenen Jahrhunderten stattgefunden hat, ist heute einer nachhaltigen Forst-wirtschaft unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten gewichen.

Die Funktionen

des Waldes

Der Wald hat viele Funktionen und wird seit Gene-rationen von Mensch und Tier auf verschiedenste Weisen genutzt. Dabei lassen sich drei zentrale Kernfunktionen ausmachen: Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft. Die ökologischen, ökonomischen und sozialen Funktionen interagieren miteinander und die Übereinkunft aller Interessen ist Teil nachhaltiger und naturnaher Forstwirtschaft.

Ökonomische Funktion • private Holzwirtschaft • volkswirtschaftlicher Faktor • Arbeitsplätze

• Existenzsicherung • Tourismus

• Jagd • Forschung

Soziale Funktion • Naherholungsgebiet • Gesundheit

• Bildung • Wandern • Fahrradfahren

Ökologische Funktion • Klimaschutz

• Naturschutz

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Der Ortenaukreis hat 47.800 Hektar Waldfläche in Baden-Württembergs waldreichster Region. Hier ist die Waldservice Ortenau eG (WSO) angesiedelt. Kurt Weber, eines der Vorstandsmitglieder, beschreibt: „Wir sind zu 100% ein forstwirtschaftliches Dienst-leistungsunternehmen und handeln im Interesse und entsprechend der Anforderungen unserer Mitglie-der.“ Die Mitglieder der WSO bestehen momentan aus 22 Kommunen und sechs Forstbetriebsgemein-schaften.

Das Leistungsangebot der WSO zeichnet sich durch Vielseitigkeit aus und wird in Bewirtschaftungsver-trägen mit den Waldbesitzern festgelegt. Die Ge-nossenschaft organisiert alle nötigen Schritte: „Wir kaufen das Holz unseren Mitgliedern ab, verkaufen es an die Industrie und bekommen für die Vermark-tung des Holzes pro Festmeter eine vorab definierte Marge.“ erklärt Weber.

Die durch die WSO auf dem Holzmarkt erwirtschaf-teten Gewinne gehen an den Kunden- an Kommunen und Städte sowie Privatwaldbesitzer.

Kurt Weber skizziert die täglichen Herausforderun-gen: „Wir haben viel mit Steilhängen an Landstraßen und Bundesstraßen zu tun. Im Bereich öffentlicher Straßen kann man Bäume nicht einfach fällen, son-dern muss den notwendigen Sicherheitsaspekten Rechnung tragen. Das verlangt viel Sachkenntnis.“ Im staatlich anerkannten Ausbildungsbetrieb wird dieses Expertenwissen an Auszubildende weiterge-geben. Insgesamt beschäftigt die Genossenschaft 32 feste Mitarbeiter, davon 17 Forstwirte. Sie sollen sicherstellen, dass der Wald fachkundig betreut wird.

Zusätzlich wird die Vermarktung von Holzneben-produkten zur Energiegewinnung angeboten. „Wir wollen zum Naturschutz beitragen, indem wir den Ausbau erneuerbarer Energien fördern“ so Weber und weiter: „Wir versuchen den Sektor der nach-wachsenden Rohstoffe voranzutreiben, um dadurch Klimaschutzziele zu erfüllen.“

Waldservice Ortenau, Auf dem Grün 1, 77797 Ohlsbach

www.waldservice-ortenau.de

Dienstleistungen

Forstwirtschaftlicher Service

• Nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege

kommunaler und privater Waldflächen

• Planung und Durchführung des

Holzeinschlags

• Problem- und Spezialfällungen • Holzlagerung

• Ausbildung

Holzvermarktung

• Verkauf von Stammholz

• Wertsteigerung des Rohstoffs durch

Mengenbündelung kleinerer Abnehmer

• Vergabe von Selbstwerbung

Wertschöpfung aus Reststoffen • Hackschnitzelproduktion mit

eigenem Großhacker

• Vermarktung der Holznebenprodukte • Energieholzverkauf an Großabnehmer und

regionale Betriebe

Distribution des geschlagenen Holzes

60% Sägewerk und Holzindustrie 20% Papier- und Zellstoffindustrie 20% Energiegewinnung

Waldservice Ortenau bewirtschaftet als forstlicher Dienstleister 22.491 Hektar Wald

40% Privatwald 60% Kommunalwald

FORSTLICHE DIENSTLEISTUNGSUNTERNEHMEN

Waldservice Ortenau eG, Ohlsbach

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Forstwirtschaftlicher

Service im Privatwald

Der Schwarzwald gehört zu den artenreichsten Waldgebieten in Deutschland. Dank günstiger klima-tischer Bedingungen hat der Wald einen hohen jährli-chen Zuwachs, der im oberen Bereich des Möglijährli-chen liegt. Seit acht Jahren ist Joseph Nolle Revierleiter im Amt für Waldwirtschaft. In seinen Zuständigkeits-bereich fällt der Privatwald, wovon er circa 2.000 Hektar betreut. Im Auftrag der Forstverwaltung unterstützt er Privatwaldbesitzer bei der Umsetzung naturnaher und nachhaltiger Forstwirtschaft.

Joseph Nolle sieht sich als „Dienstleister für Privat-waldbesitzer“, indem er „hilft, Einkommen im ländli-chen Bereich zu generieren.“ Abhängig vom Wunsch des Waldbesitzers kann der Förster für die gesamte Pflege und Bewirtschaftung des Waldes sorgen oder nur einzelne Aufgaben übernehmen.

Aufgabenfelder

Im Privatwald

• Betreuung von Privatwald

• Sicherung nachhaltiger Forstwirtschaft auf

Basis der Waldgesetze

• Festlegung des Hiebsatzes nach der

Forsteinrichtung

• Naturnaher Waldbau

• Sachgemäße Abwicklung der Holzfällarbeiten:

Personalmanagement und Logistik

• Organisation des Holzverkaufs

• Jagd, um ein ausgeglichenes Ökosystem

zu wahren

Administrative Aufgaben

• Kommunikation zwischen Holzbesitzer

und Verkäufer

• Transfer der Gelder

• Vorstand von Genossenschaften

Infrastruktur

• Organisation und Beaufsichtigung des

Straßenbaus durch den Forst

GIZ: Die Beratung und der Wissensaustausch zwischen Privatwaldbesitzer und Förster stellen nachhaltige Forstwirtschaft sicher. Wo greifen Sie ihren Privatwaldbesitzern zusätzlich unter die Arme?

Josef Nolle: Ein Förster organisiert die fach-liche Arbeit und macht das Holz der Privat-waldbesitzer marktfähig. Insgesamt kümmere ich mich um 50% des Einschlags. Es ist für Waldbesitzer viel wirtschaftlicher, wenn ich verschiedene Aufgaben bündele und in Auftrag gebe, als wenn sie sich selbst teure Maschinen und Geräte zulegen. Es gibt aber auch viele Waldeigentümer, die forstwirtschaftliche Unternehmer sind. Ihre Firmen haben eigene Maschinen, mit denen sie, durch mich beauftragt, bei ihren Nachbarn Arbeiten vor-nehmen.

GIZ: Das klingt nach regionaler und enger nachbarschaftlicher Zusammenarbeit. Josef Nolle: Ich arbeite in erster Linie mit Fachkräften aus der Umgebung zusammen. Sie kennen das Gebiet am besten und garantieren dadurch die beste Qualität. Sie wissen, dass bei der Holzernte besondere Sorgfalt notwen-dig ist, um das nachwachsende Holz nicht zu beschädigen. Das Nachpflanzen ist sehr teuer. Eine schonende Holzernte zahlt sich am Ende des Tages aus und ist ökonomischer.

GIZ: Sie kümmern sich um ungefähr 8.000 Privatwaldbesitzer. Welche Forstwirte betreuen Sie und warum wenden sie sich an sie?

Josef Nolle: Es gibt Waldbesitzer die weit von ihrem Wald entfernt wohnen oder anderwei-tiger Arbeit nachgehen. Es gibt zum Beispiel Bauern die Obstbaumplantagen und Privatwald besitzen. Sie haben dann zwar Maschinen für die Obsternte, aber nicht für die Forstwirt-schaft. Diese Privatwaldbesitzer wenden sich an mich.

GIZ: Können Waldbesitzer die Arbeit vollstän-dig an Sie abgeben?

Josef Nolle: Das können sie natürlich machen. Es passiert aber sehr selten, weil ich viel Wert darauf lege, dass sich der Eigentümer mit seinem Wald identifiziert und weiß, was damit passiert. Jährlich mache ich gemeinsam mit dem Besitzer einen Waldbegang und wir pla-nen vor Ort was im Forst gemacht werden kann und muss.

Forstrevier Vorderes Kinzigtal

Josef Nolle, Auf dem Grün 1, 77797 Ohlsbach

DER PRIVATWALD

Forstrevier Vorderes Kinzigtal

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Douglasienwirtschaft

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SÄGEWERK ECHTLE

Qualitätsholz aus dem Schwarzwald

Das Sägewerk Echtle in Nordrach hat 40 Mitar-beiter, die im Zweischichtsystem Nadelhölzer aus dem Schwarzwald verarbeiten. Bei einem Jahres-einschnitt von 45.000 Festmetern werden täglich sieben LKW-Ladungen verarbeitet. Um den Anfor-derungen des Waldes und auch des Unternehmens gerecht zu werden, entscheiden Holzeinkäufer und Förster gemeinsam im Wald, welche Fichten oder Tannen gefällt und abgenommen werden. Sobald die bis zu 120 Jahre alten Bäume das Firmengelän-de erreichen, beginnt Firmengelän-der Verarbeitungsprozess.

Die Firma Echtle stellt vielfältige astfreie Holz-produkte für den heimischen und internationalen Markt her, wie zum Beispiel: Kanthölzer, Massiv-holzdielen, Totenbrettchen, Leimholzplatten und vieles mehr. Eine Besonderheit des Sägewerks ist die Energiegewinnung aus eigenen Abfällen. Rück-stände der Produktion werden restlos in Energie umgewandelt.

Sägewerk Echtle KG, Talstraße 12, 77787 Nordrach

www.echtle-holz.de

Ablauf der Holzverarbeitung

im Sägewerk

• Erste Qualitätskontrolle durch Mitarbeiter • Einteilung in drei Güteklassen

• Metalldetektor untersucht Holz auf

Splitter, Nägel und andere Metallteile, um die Maschinen nicht zu beschädigen

• Entrinden der Baumstämme und Umlagerung

der Rinde über ein Transportband

• Bandsäge zerteilt Stammholz

• 5 Meter lange Stämme werden, je nach

Qualität, auf acht verschiedene Arten bearbeitet

• Dem Zuschnitt entsprechend wird das

Holz unterschiedlichen Fertigungsstraßen zugeführt

• technische Qualitätskontrolle • Optische Geräte erkennen

Qualitätsdefizite des Rohstoffs

• Automatische Kreissägen schneiden mangelhafte Abschnitte des Holzes heraus • Makelloses Holz wird nach Größe

sortiert und geht in den weiteren Produktionsprozess über

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Energiegewinnung aus CO

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-neutralen Nebenprodukten

Das Sägewerk Echtle hat in erneuerbare Energien investiert und ein Organic Rankine Cycle-Kraftwerk (ORC) auf dem Firmengelände installiert.

Bei der Holzproduktion fallen Sägewerksreststoffe wie beispielsweise Rinde, Hackschnitzel, Sägemehl oder ausgesondertes Holz von minderwertiger Quali-tät an. Dieser „Abfall“ wird restlos zur Energiegewin-nung genutzt und im OCR-Kraftwerk verbrannt.

Die Firma Echtle produziert auf diese Weise täglich mehr Strom als sie verbraucht. Der gewonnene Strom wird nach dem Gesetz für den Vorrang Erneu-erbarer Energien (EEG) ins Stromnetz eingespeist und verkauft. So gelingt es dem Unternehmen ein umliegendes Krankenhaus mit Wärme zu versorgen und zusätzliche Gewinne zu erzielen.

Energiegewinnung im

ORC-Kraftwerk

• Sägewerksreststoffe gelangen über Laufbänder von der Fertigungsstraße ins OCR-Kraftwerk

• In der ORC-Anlage beginnt die Stromerzeugung, durch eine Dampfturbine, die nicht mit Wasser dampf, sondern mit organischen Flüssigkeiten niedriger Verdampfungstemperatur betrieben wird

• Im geschlossenen Kreislauf wird gewonnene Wärme zum Heizen genutzt

Harald Bröker

Einkäufer im Sägewerk Echtle

GIZ: Sie gewinnen täglich mehr Strom und Wärme als ihr Sägewerk benötigt. Was soll in Zukunft mit dem Überschuss passieren? Harald Bröker: Wir produzieren etwa 100 kWh mehr Strom durch unsere Rindenabfälle, als wir verbrauchen. Darum werden wir diesen Winter den Überschuss über das Fernwärme-netz ins Dorf leiten und dort eine Klinik, ein Hotel, die Gemeindehalle, das Rathaus und private Haushalte, wenn sie möchten, mit Ener-gie aus erneuerbaren Rohstoffen versorgen. Die Erweiterung der Fernwärmeleitungen von unserem Sägewerk ins anliegende Dorf sind schon im Gange.

Mehrwert des Kraftwerks

• Energiegewinnung aus

nachwachsenden Rohstoffen

• Stromerzeugung erfolgt CO2-neutral

• Deckung des steigenden

Energie- und Wärmebedarfs

• Verwertung aller anfallenden Nebenprodukte

Ertrag des geschlossenen Kreiskaufs

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Stephan Diener ist Privatwaldbesitzer und Forstwirt. Mit eigenen Maschinen fällt er für Waldbesitzer Bäu-me und transportiert diese in Sägewerke. Nicht alle Baumteile können im Werk verarbeitet werden und fallen als scheinbar unverwertbares Nebenprodukt an.

Im Oktober 2012 richtet Stephan Diener einen Holzvergaser auf seinem Firmengelände ein. Aus anfallenden Holzreststoffen soll Strom und Wärme gewonnen werden, um ökonomischer zu arbeiten. Sein Ziel ist es, die erzeugte Energie ins öffentliche Netz einzuspeisen und zusätzliche Gewinne zu er-wirtschaften.

Bei einem wöchentlichen Hackschnitzelverbrauch von 20 m³, produziert Stephan Diener 45 kWh Strom, wobei 120 kWh Abwärme entstehen. Sie ist ein Nebenprodukt, das durch die Motorkühlung entsteht. Im Sommer wird die Wärme genutzt, um Hackschnitzel zu trockenen, im Winter wird sie ins Nahwärmenetz geleitet und versorgt Haushalte mit Wärme. Der Strom wird ganzjährig verkauft und ins Netz gespeist.

Die Holzvergasung

• Ein Kessel wird mit trockenen Hackschnitzeln

gefüllt. Feuchtigkeitsgehalt <10%

• Hackschnitzel werden bei 900°C ohne

Feuerentwicklung verkohlt

• Holzgas entsteht

• Gas wird durch eine Filteranlage von

Kohlepartikeln gereinigt

• sauberes Holzgas treibt die Turbine an und

erzeugt Strom

• reiner Kohlenstoff bleibt zurück • Rückstand wird als Dünger in den

natürlichen Kreislauf zurückgeführt

GEWINNSTEIGERUNG DURCH HOLZVERGASUNG

Stephan Diener

Stephan Diener

Privatwaldbesitzer

GIZ: Wie bewerten sie die Installation des Holz-vergasers in Ihrem Unternehmen?

Stephan Diener: Noch besser, glaube ich, geht´s eigentlich nicht! Was im konventionellen Kraftwerk entsteht, machen wir aus erneuer-baren Energien. Wir erreichen eine Doppelte Wertschöpfung aus Hackschnitzeln.

Die Investition hat sich gelohnt.

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ZERTIFIZIERUNG

FSC / PEFC

Julius Forneck

Forstamtmann

GIZ: Sie sind im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württem-berg tätig. Ihre Region ist bereits zu 82% PEFC zertifiziert. Zusätzlich wird momentan das FSC-Siegel angestrebt. Was ist der Mehrwert dieser Doppelzertifizierung?

Julius Forneck: Erstens wird dadurch unse-rer nachhaltigen Waldwirtschaft verstärkt Ausdruck verliehen. Zweitens können wir der wachsenden Nachfrage nach zertifiziertem Holz besser nachkommen.

GIZ: Bei der Produktion von zertifiziertem Holz gibt es strenge Verordnungen und Gesetze, die strikt befolgt werden müssen. Wie sieht es mit der Implementierung der FSC-Richtlinien aus? Julius Forneck: Der Schwarzwald ist schon seit mehr als zehn Jahren PEFC zertifiziert. Das gilt für Staats-, Kommunal- sowie Privatforst. Bei der Umsetzung dieser Richtlinien haben wir keine Probleme mehr. Bei FSC müssen wir viel öffentlichkeitswirksamer arbeiten, denn die FSC-Zertifizierung hat viel strengere Kriterien, was zum Beispiel Holz- und Waldschutzmittel betrifft. Das gilt sowohl für stehendes, als auch bereits geschlagenes Holz. Da müssen wir un-sere Waldbesitzer mehr an den Diskussionen beteiligen.

GIZ: Neue Auflagen erfordern eine Anpassung der Produktionsweise mit entsprechendem finanziellen Aufwand. Wie schaffen es auch kleine Forstbetriebe alle Richtlinien zu erfüllen? Julius Forneck: Bei PEFC sind Gruppenzer-tifizierungen möglich. Das wird auch beim FSC-Siegel angestrebt. Nach der Umsetzung können sich auch private Betriebe zusammen-schließen und zertifiziert werden.

Wesentliche Unterschiede

der Zertifikate

FSC – Gütesiegel für Unternehmen • Internationales Akkreditierungssystem • verpflichtend sind internationale Standards des FSC

PEFC – Gütesiegel für Regionen • Nationales Akkreditierungssystem • verpflichtend sind nationale Standards

Zertifizierte Waldfläche

1.100.000 Hektar in Baden-Württemberg (82%) 7.700.000 Hektar in Deutschland (70%)

90.900.000 Hektar in Europa (3,3%)

1992 findet in Rio de Janeiro die Konferenz der Ver-einten Nationen für Umwelt und Entwicklung statt. Es werden Prinzipien für nachhaltige Entwicklung und umweltverträgliches Wirtschaften festgelegt. Auf Basis dieser Statuten wird 1993 der Forest Stewardship Council gegründet (FSC). 1999 wird die Sicherung nachhaltigen Waldmanagements um das „Programme for the Endorsement of Forest Certifi-cation Schemes“ (PEFC) erweitert.

Heute sind die FSC- und PEFC-Gütesiegel die wich-tigsten Zertifikate für Holz aus nachweislich nachhal-tiger Forstwirtschaft. Unabhängige Gutachter stellen periodisch fest, ob alle Anforderungen

für die Zertifizierung erfüllt sind. Nach der Überprü-fung erhalten Regionen und Unternehmen ein Güte-siegel und positionieren sich entsprechend positiv auf dem Markt.

Die Nachfrage nach ökologisch angepassten, sozial verträglichen, ökonomisch und nachhaltig erzeugten Holzprodukten steigt zunehmend. Beide Gütesiegel stellen den verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt sicher und entsprechen der wachsenden Nachfrage der Konsumenten nach Produkten, die nachhaltig erzeugt werden.

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August

Regierungspräsidium Freiburg Bertoldstraße 43, 79114 Freiburg

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FORSTVERWALTUNGSREFORM

Baden-Württemberg / Forstdirektion Freiburg

Nach erfolgreichen Reformen der vergangenen Jahre mit sozialverträglichen Personaleinsparungen von 40% und einer Effizienzrendite von 20%, wird der Verwaltungsaufbau erneut optimiert.

2010 wird ein Verwaltungsreformgesetz verabschie-det und der Landesbetrieb ForstBW gegrünverabschie-det. Der Betrieb, seine Dienstleistungen und die Hoheit der Forstverwaltung wird mit der Gründung umstruktu-riert.

Herr Hauck ist Leitender Forstdirektor bei ForstBW und zuständig für die Abteilung Waldbau, Wald-schutz und Klimawandel. Er bewertet die Vorteile der Reform folgendermaßen: „Wenn es um den Wald und die Forstwirtschaft geht, haben wir eine durch-setzungsfähige Verwaltung mit direkter Kommunika-tion. Unsere fachliche Kompetenz ist sehr schlagkräf-tig. In Fachfragen sind wir in unserer Arbeit frei und haben ein eigenes Budget. Nur beim Personalma-nagement ist das System noch ausbaufähig. Derzeit laufen Bemühungen für eine Feinjustierung der Verwaltungsreform.“

Basah Hernowo

Director for Forestry and Water resource, Agency for National Development Planning

GIZ: Sie haben sich auf der Reise mit Mitarbei-tern von ForstBW über Forstverwaltungsre-formen ausgetauscht. Wie ist die Verwaltung momentan in Indonesien aufgebaut?

Hernowo: Die Forstverwaltung in Indonesien ist dezentral organisiert. Es gibt einerseits staatliches Waldmanagement, das sich um Fi-nanzierung und Umweltgesetze kümmert und eine Kontrollfunktion gegenüber den Regie-rungsbezirken hat. Diese sind für ihre Abteilun-gen, die Wirtschaftlichkeit und den praktischen Naturschutz zuständig.

16 Millionen Hektar Naturwald werden lokal betreut. Diese Gebiete sind für illegale Rodung und Waldbrände sehr anfällig. Wir hoffen, dass wir das durch unsere laufende Forstver-waltungsreform ändern können. Dabei ist der Austausch mit den Kollegen von ForstBW sehr hilfreich.

GIZ: Warum ist internationale Zusammenarbeit für den Indonesischen Klimaschutz so wichtig? Hernowo: Die Ursachen des Klimawandels sind globaler Natur. Darum können wir nur durch in-ternationale Zusammenarbeit Defizite ausglei-chen und Lösungsstrategien entwickeln. Wir müssen Wissen austauschen und gemeinsam handeln. Durch akademischen, technischen und wirtschaftlichen Austausch können wir besser voneinander lernen und

Lösungen finden. Regierungspräsidium Freiburg

Bertoldstraße 43, 79114 Freiburg

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Faktoren der forstlichen Planung

• Zielsetzung des Eigentümers,

ob privat oder staatlich

• natürliche sowie standortbezogene Faktoren • klimatische Veränderungen

• Nachhaltigkeit

• Erhalt der Biodiversität

Die Forsteinrichtung ist ein Planungsinstrument das die sachkundige, pflegliche und nachhaltige Bewirt-schaftung des Waldes sicherstellt.

Forstliche Planung wird aufgrund von Waldverwüs-tung der holznutzenden Gewerbe notwendig. Schon im 16. Jahrhundert gab es Bestrebungen den Wald zu schützen und ab dem Jahr 1822 wurde die Forst-einrichtung verpflichtend. In zehnjährigen Abständen findet die Forsteinrichtung statt. Dabei wird der Nut-zungsumfang der nächsten Dekade festgelegt.

Die Forsteinrichtung ermöglicht es, die Entwick-lungen des Waldes langfristig zu beobachten. Er-gänzend dazu übernimmt ein Förster die jährliche Begutachtung und Vollzugskontrolle.

Das Zusammenspiel aus langfristiger Beobachtung und periodischer Inspektion hat eine Kontrollfunkti-on und hilft nachhaltige Waldnutzung zu verbessern.

FORSTLICHE PLANUNG

Planung von Staats- und Kommunalwald

Hubertus von der Goltz

Forstdirektor

GIZ: Die forstliche Planung ist Bestandteil des Landeswaldgesetzes. Es beinhaltete viele Richt-linien und Details für Waldnutzung und Forst-wirtschaft in Baden-Württemberg. Was sind die Kernaussagen des Gesetzes?

Goltz: In seinen Grundzügen fordert das Gesetz die planmäßige, sachkundige, pfleglich und nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes.

GIZ: Die strengen Richtlinien des Landeswald-gesetzes sind verbindlich für alle Waldbesitzer, ob staatlich oder privat. Stellen die Gesetze eine Hürde zur wirtschaftlichen Nutzung des Waldes dar?

Goltz: Gemeinsam mit dem Waldbesitzer wer-den vor der Forsteinrichtung Schwerpunkte der Nutzung ermittelt. Berücksichtigt werden Pro-duktions-, Erholungs- und Schutzfunktion des Gebiets. Diese Ziele werden dann in der Forst-einrichtung übernommen. Zielkonflikte sollen durch verschiedenartige Nutzung innerhalb eines Forstbetriebs aufgelöst werden. Es ist eine der zentralen Aufgaben der Forsteinrichtung

einen Weg zwischen Ökonomie und Naturschutz

zu finden.

GIZ: Bei der Forsteinrichtung sammeln Sie elektronische Daten über den Wald, seine Größe und den aktuellen Zustand des Gebietes. Die Er-kenntnisse Ihrer Erhebung machen Sie öffentlich zugänglich. Welche Rolle spielt die Digitalisie-rung der Informationen für Ihre Arbeit und den Bürger?

Goltz: Die elektronische Datenverarbeitung ist für uns besonders notwendig. Sie dient einerseits zur Erfassung sämtlicher Messun-gen, gleichzeitig können wir vergleichen und abwägen wie sich der Wald über einen langen Zeitraum hinweg entwickelt. Ebenso kann sich

die Öffentlichkeit auf einer Internetplattform

über den Zustand und die Planung des Waldes informieren. Somit ist die EDV ein notwendiges Werkzeug für uns und ermöglicht es den Bür-gern an sämtlichen Prozessen teilzuhaben. Das ginge ohne digitale Erfassung nicht.

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August

Regierungspräsidium Freiburg Bertoldstraße 43, 79114 Freiburg

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3 Etappen der Forsteinrichtung

Inventur

• Zustandserfassung in Stichproben • messende Inventur: Größe der Bäume,

Vielfalt der Baumarten, Verjüngung und Schäden werden festgehalten

Monitoring

• Kontrolle des Betriebsvollzugs der

letzten zehn Jahre

• Umsetzung vereinbarter Ziele durch

Waldbesitzer und Förster wird überprüft

• Veränderungen der vergangenen Jahre • Entwicklung des Waldes

• Wo sind zusätzliche Schäden aufgetreten

Planung

• Holznutzung, Eingriffsintensität, Naturver-

jüngung und Einrichtung von Pflegeflächen

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Vorteile für die Region

• Die Errichtung eines Info-Zentrums

und Verwaltungssitzes

• Neugeschaffene Arbeitsplätze • Touristisches Angebot wird erweitert • Investitionen in die Infrastruktur und

Ausbau des Nahverkehrsnetzes

Sorgen der Bevölkerung

• Rückgang der biologischen Vielfalt • Eingeschränkte Nutzung des

heimischen Waldes

• nachteilig verändertes Landschaftsbild • wirtschaftliche Einbußen durch

Umstrukturierungen des Freizeitangebots

NATIONALPARK IM NORDSCHWARZWALD

Bannwald „Wilder See“

In Baiersbronn wird 1911 eine Fläche von 75 Hektar zum Bannwald erklärt damit sich der Forst von Raubbau und Kahlschlag für Vieh-weideflächen erholen kann. Im Kern des Ge-biets liegt der Wilde See und bietet Nutz- sowie Wildtieren lebensnotwendiges Trinkwasser.

An den Bannwald grenzt nun auch ein Na-turschutzgebiet. Es zeichnet sich durch lichte Flächen und Hochmoore aus. Dieses Umfeld bietet dem Auerhuhn und anderem Wild idea-le Lebensbedingungen. Im Schutzgebiet findet Bewirtschaftung durch das Forstamt statt, um diesen Lebensraum künstlich zu erhalten, der sonst durch natürliche Sukzession einem ständi-gen Veränderungsprozess unterworfen wäre.

Herr Ziegler, Forstdirektor in Baiersbronn, erklärt den wesentlichen Unterschied zwischen National-park und Naturschutzgebiet: „ Das Naturschutz-gebiet dient der Erhaltung des gegenwärtigen Zustandes und der Nationalpark fördert den na-türlichen Veränderungsprozess. Was im Natur-schutzgebiet geschieht regelt der Förster. Wie sich ein Nationalpark entwickelt, weiß nur die Natur.“

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August

Naturschutzzentrum Ruhestein im Schwarzwald Schwarzwaldhochstraße 2 77889 Seebach

www.naturschutzzentrum-ruhestein.de

Seit fast 100 Jahren ist der Bannwald vom Menschen unberührt. Ab Januar 2014 soll hier mit einer Fläche von 10.000 Hektar der erste Nationalpark Baden-Württembergs entstehen. Das Gebiet dürfte dann zu maximal 25% gepflegt werden. In den übrigen 75% des Waldes kann die Natur walten. Der Mensch darf dabei lediglich beobachten was geschieht.

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Nationalpark

Vorteile

• natürliche Dynamik der Wälder

kann stattfinden

• Wissenschaftliche Forschung

über Totalreservate

• Alte Baumbestände speichern mehr CO2

• Totholz verbleibt im Wald • Natürlicher Nährstoffkreislauf

Nachteile

• Schädlingsbekämpfung darf nur eingschränkt

unternommen werden und könnte sich auf bewirtschafteten Wald ausbreiten

• möglicher Rückgang der Biodiversität, weil

bedrohte Arten nicht mehr geschützt werden

Naturschutzgebiet

Vorteile

• Flora und Fauna wird von Förstern

geschützt

• Biodiversität wird auf dem Ist-Zustand

gehalten und gefördert

• aktuelle Baumbestände bleiben

unverändert

• Bewirtschaftung erfolgt nur unter Vorgaben

die dem Artenschutz dienlich sind Nachteile

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LOTHARPFAD

Holzschäden, Bergung, Wiederbewaldung

Am 26. Dezember 1999 tobt der Orkan „Lothar“ über große Teile Europas. Auch im Schwarzwald richtet er binnen weniger Minuten riesige Schäden an, die bis heute spürbar sind. Insgesamt werden 40.000 Hektar Wald durch „Lothar“ zerstört. Daraufhin muss der sechzehnfache Jahreseinschlag, insgesamt 700.000 m³ Sturmholz, aufgearbeitet werden.

Zehn Hektar Sturmfläche werden nicht geräumt, sondern der Natur und ihrer Selbstheilungskraft überlassen. Dort wird 2003 der Lotharpfad angelegt. Über einen 800 Meter langen Steg kann die Sturm-wurffläche erkundet werden. Informationstafeln klären über Sturmschäden, natürliche Wiederbe-waldung und die wachsende Biodiversität auf. Herr Ziegler, Forstdirektor in Baiersbronn, erklärt warum die Sturmwurffläche belassen wurde: „Es soll einerseits gezeigt werden, wie Sturmschäden von diesem Ausmaß aussehen. Andererseits wird deutlich, was mit dem Totholz passiert wenn es nicht geräumt wird und wie die Natur damit fertig wird.“

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde hier schonungs-los gerodet, um Reparationszahlungen leisten zu können. Im Anschluss an diesen Kahlschlag wer-den schnell wachsende Fichten in Monokulturen gepflanzt. „Der Lotharpfad zeigt,“ so Ziegler „dass Wälder natürlich anders wachsen als mit mensch-lichem Einwirken. Die Wälder sind für gewöhnlich strukturreicher, haben eine höhere Biodiversität, sind dichter bewachsen und weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Wir sehen wie sich der Wald selbstständig regeneriert und welche Bäume sich auf natürliche Weise durchsetzen.“

29

August

Lotharpfad, 72270 Baiersbronn

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Indra Kumara

Head of Planning Division of Kapuas Hulu

Forestry Administration District Office

GIZ: Herr Kumara, zu Ihren Aufgaben ge-hört die Betreuung eines Gebiets mit zwei Nationalparks in West-Kalimantan. Welche Bedeutung haben die Naturreservate für Ihre Arbeit.

Kumara: In meiner Obhut ist ein Gebiet mit dem größten Torfwald, vielen Seen und der Quelle eines Flusses, welcher das gesamte Gebiet südlich des Parks mit sauberem Was-ser versorgt. Nur 20% der von mir betreuten Fläche können forstwirtschaftlich genutzt werden. Also müssen wir, um ökonomisch zu bleiben, in den ökologisch vertretbaren Tourismus investieren. Unser Plan für die

nächsten fünf Jahre sieht vor, den Ökotou -rismus-Sektor auszubauen. Dafür muss die Infrastruktur ausgebaut und Freizeitangebo-te erweiFreizeitangebo-tert werden.

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FORSTLICHE VERSUCHS- UND

FORSCHUNGSANSTALT BADEN-WÜRTTEMBERG

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) ist eines der größten deutschen Institute auf diesem Gebiet. Die FVA ist dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbrau-cherschutz in Stuttgart zugeordnet und organisato-risch mit ForstBW verbunden. Die praxisorientierten Studien des Betriebsforschungsinstituts orientieren sich an den Anliegen der Forstwirtschaft. Davon pro-fitieren sowohl private, kommunale und staatliche Wälder, aber auch die internationale Klimaforschung.

Das Institut wird zu 65-70% durch den Staatshaushalt finanziert. Die Gelder sind für Forschungsprojekte und Personalkosten vorgesehen. Zusätzlich erhält die FVA Drittmittel von Forschungsinstituten und der Europäischen Union.

Seit bereits 130 Jahren wird in der FVA Wissenschaft betrieben. Heute sind 210 Mitarbeiter in der For-schungsanstalt tätig und setzen sich mit kritischen Fragen zu Wald- und Klimawandel auseinander. Die FVA ist in neun Abteilungen organisiert. Die Di-rektion ist für administrative Tätigkeiten wie Contro-ling und Verwaltung, aber auch Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Die übrigen acht Abteilungen widmen sich der Erforschung des Waldes unter sozial- und naturwissenschaftlichen Gesichtspunkten.

FVA – Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Wonnhaldestraße 4, 79100 Freiburg im Breisgau

www.fva-bw.de

30

August

Struktur der FVA

Waldwachstum

Versuchsflächennetz, Qualität und Schadanfäl-ligkeit, Wachstum und Umwelt, Wachstumssi-mulation

Waldnaturschutz

Forstpflanzenzüchtung, Waldgenetik, Wald-schutzgebiete, Standortskunde und

Standortskartierung, Waldbiotopkartierung, Wildtierökologie

Boden und Umwelt

Forstliches Umweltmonitoring, Wald und Wasser, Regionalisierung von Bodendaten, Bodenphysik, Waldernährung und Melioration, Stoffhaushalt von Wäldern

Waldschutz

Integrierter Waldschutz - Forstpathologie, Schädlingsüberwachung und Prognose

Wald und Gesellschaft

Nachhaltigkeit und multifunktionale Wald-wirtschaft, Erholung und Tourismus im Wald, Landespflege

Waldnutzung

Holzernte und Logistik, Vermessung und Sortie-rung, Angewandte Holzforschung, Produkte und Vermarktung, Energieholz

Forstökonomie

Testbetriebsnetze, Ökonomie der Forstwirt-schaft, Forstbetriebliches Management, Mehrdi-mensionale Instrumente

Biometrie und Informatik

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Medizintechnik in

der Holzverarbeitung

Ein aktuelles Forschungsprojekt der FVA ist: „What Makes Wood so Attractive?“ Marktpsychologisch wird untersucht, welche natürlichen Eigenschaf-ten auf Holzoberflächen positiv vom KonsumenEigenschaf-ten wahrgenommen werden. Auf dieser Basis werden technische Verfahren entwickelt, um Stammholz besonders rohstoffschonend zu verarbeiten.

Zu Forschungszwecken werden frisch gefällte Baum-stämme in einem Computertomographen (CT) mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Die innere Baum-struktur wird dabei millimetergenau visualisiert und ermöglicht in der dreidimensionalen Ansicht mangel-hafte Stellen wie Astlöcher, Risse und Harzeinschlüs-se zu erkennen. Der Vorteil ist, dass der Prozess bereits vor dem Zuschnitt abläuft. Das bildgebende Verfahren verhilft ein optimales Schnittmuster zu erstellen und Holz ökonomisch zu verwerten.

Die wirtschaftliche Relevanz des Projekts beschreibt die wissenschaftliche Verantwortliche Franka Brü-chert: „Alle brauchen Industrieholz aber es ist ein be-grenzter Rohstoff. Je weniger die Produzenten ver-schneiden, umso weniger Rohstoff muss dem Wald entnommen werden und umso höher ist der Ertrag.“

Franka Brüchert

Wissenschaftliche Verantwortliche des Forschungsprojekts „What Makes Wood so Attractive?“

GIZ: Ihre Forschung hat gerade erst begon-nen und die Verwendung von Computer-tomographen ist in der Holzindustrie kaum verbreitet. Welche Vorteile könnten sich für die Produktion aus Ihrer Langzeitstudie ergeben?

Brüchert: Das Gerät befindet sich in der frühen Testphase und steht erst am Anfang der industriellen Implementierung. Dank unserer Forschung werden wir den Rohstoff Holz besser und effizienter nutzten können, indem wir mit geringeren Verlusten sägen. Welche konkreten Anwendungsgebiete für diese Technik in Frage kommen, muss sich in Zukunft noch herausstellen.

GIZ: Wenn Sie weniger Ressourcen verbrau-chen ist das vorteilhaft für den Umwelt- und Klimaschutz, aber das würde eine sinkende Nachfrage der Rohstoffe bedeuten. Sinkt da nicht die Gewinnmarge für Waldbesitzer und die holzverarbeitende Industrie?

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Seite 26 Klaus von Wilpert

Leiter der Abteilung: Boden und Umwelt

GIZ: Ihre praxisorientierten Untersuchungen

sind zwischen Grundlagenforschung, Ökolo -gie und Administration angesiedelt. Haben die Erkenntnisse der FVA direkte Auswirkungen auf die Politik?

Von Wilpert: Über die FVA kann ich sagen, dass wir keine direkte politische Entscheidungsge-walt haben. Wir können beratend auf politische Entscheidungen Einfluss nehmen, indem wir forschen, Abläufe beaufsichtigen und Progno-sen abgeben. Gesetze und Richtlinien können auf Grundlage unserer Arbeit beschlossen werden, aber verabschiedet werden sie von Politikern. Dennoch haben wir Einfluss und den nutzen wir auch.

GIZ: Was sind die neuesten Erkenntnisse der FVA, die politisches Ausmaß erreichen? Von Wilpert: Unsere langjährigen Messungen und Beobachtungen zeigen wie der Nährstoff-kreislauf des Waldes durch Forstwirtschaft verändert wird. Heute werden Stämme nicht mehr im Wald entrindet, sondern im Sägewerk.

Wenn die gehaltvolle Rinde dem Ökosystem

entnommen wird, sinkt der Nährstoffgehalt des Bodens. Das führt zu Diskrepanzen in der Debatte um Nachhaltigkeit. Hierzu haben wir Strategien entwickelt wie dem vorzubeugen wäre und diese werden nun diskutiert.

GIZ: Was sind die möglichen Handlungsmaß-nahmen?

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INTERVIEWS

Tonny Suhartono

Head of Regional Forestry Development

GIZ: Für Sie gehören Themen wie Umwelt-schutz und Klimawandel zum beruflichen Alltag. Was hat sie an einer Stadt wie Frei-burg am meisten interessiert?

Suhartono: Freiburg ist ein exzellentes Bei-spiel für eine „grüne Stadt“. Für gewöhnlich bezog ich meine Informationen aus dem Internet. Aber nun kann ich mir selbst ein Bild davon machen wie klimafreundliche Maßnahmen umgesetzt sind und welche positiven Auswirkungen sie auf die Luft- und Lebensqualität haben.

GIZ: Was werden Sie nach dem Besuch in Freiburg an Ihre Mitmenschen weitergeben? Suhartono: Die indonesische Bevölkerung ist in ständigem Lernprozess. Ich möchte, dass sich das Bewusstsein für Klimaschutz und Nachhaltigkeit mit der nächsten Generation noch erweitert. Ich werde die Vorteile einer Lebensweise vermitteln, die modern und wirtschaftlich ist, aber Naturschutz nicht ausschließt.

Wilistra Danny

Head of Bilateral Cooperation Division

GIZ: Sie sind der Leiter der Abteilung für internationale Zusammenarbeit. Warum ist Austausch für die indonesische Delegation so wichtig?

Danny: Wir brauchen regen Wissensaus-tausch, um die Bedingungen für ökonomi-sche, ökologische und soziale Forstwirtschaft unaufhörlich zu verbessern. In Indonesien gibt es bisher noch eine Kluft zwischen ertragrei-cher Waldbewirtschaftung und Umweltschutz. Durch die Zusammenarbeit möchten wir Er-kenntnisse sammeln, um das zu ändern.

GIZ: Wie werden die Veränderungen in Zukunft aussehen?

Danny: Wir müssen unsere Forstverwaltung reformieren, Gesetze zur Nachhaltigkeit verab-schieden und wollen als vertrauensvolle Part-ner international kooperieren. Dafür suchen wir den Expertendialog, um Schwachstellen zu erkennen und gemeinsame Lösungen zum Kli-maschutz zu entwickeln. So können wir unser Wissen über klimafreundliche und nachhaltige Forstwirtschaft erweitern.

Helmi Basalamah

Head of Planning Bureau

GIZ: Sie sind Leiter der Planungsabteilung im Forstministerium. Welche Aspekte der Zusam-menarbeit mit Baden-Württemberg waren für Sie besonders interessant?

Basalamah: Zwei Aspekte sind für meine Arbeit im Forstministerium besonders hilfreich gewe-sen. Erstens habe ich gesehen wie nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland betrieben wird. Zweitens habe ich gelernt welche Strategien helfen CO2-Emissionen zu reduzieren. Inhaltlich ist unsere Delegation jetzt informiert. In naher Zukunft werden wir prüfen welche Methoden in Indonesien anwendbar sind.

GIZ: In Indonesien werden Fragen sozialer Forst-wirtschaft immer dringender. Haben sie im Schwarzwald mögliche Antworten für Ihre Hei-mat gefunden?

Basalamah: Wir haben beobachtet wie Regierung und Bevölkerung zusammen arbeiten. Im Dialog erarbeiten sie gemeinsame Lösungen für den Naturschutz. Das wirkt sich auf forstliche Planung, Emissionsreduktion sowie Wald- und Holznutzung aus. Die gut ausgebildeten Förster wirken dabei als Vermittler zwischen Staat und Bevölkerung. Das ist ein langjährig erprobtes Konzept.

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FREIZEIT UND TOURISMUS

Schwarzwälder

Freilicht-museum Vogtsbauernhof

27. August

Das Freilichtmuseum veranschaulicht das bäuerliche Leben vor 400 Jahren in all seinen Facetten. Alte Häuser die zu 100% aus Holz gebaut sind, Sägemühlen die mit Wasserkraft laufen, ein Nutzpflanzengarten, Viehwirtschaft und traditionelle Lebensmittel können hautnah erlebt und probiert werden. Der Vogtsbau-ernhof zeigt dem Besucher, dass sich Wald und seine Nutzungsgeschichte über viele Jahrhunderte verän-dert hat. Gelernt wird, dass nur nachhaltiger Umgang mit der Natur Mensch und Umwelt in Einklang bringt, sodass alle langzeitig davon profitieren können.

Sommerrodelbahn

27. August

Im hügeligen Schwarzwald lässt sich im Winter gut Skifahren. Damit der Spaß auch im Sommer nicht vergeht, lädt die Schwarzwald Rodelbahn zu einem schnellen Ritt auf dem Sommerschlitten ein.

Titisee

28. August

Eine Bootstour auf dem Titisee zeigt die Pracht des Schwarzwaldes. Wunderschöne Landschaften er-öffnen sich vom Deck des Bootes. Vom Wasser aus, erheben sich zu beiden Seiten die Hügel des Schwarz-waldes.

Freiburg im Breisgau

31. August

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4

26. August 2013

1 Wald-Service-Ortenau e.G.

2 Begehung eines Privatwaldes

27. August 2013

3 Sägewerk Echtle KG

4 Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

28. August 2013

5 Forstdirektion Freiburg

6 Titisee

29. August 2013

7 Naturschutzzentrum Ruhestein

8 Lotharpfad

30. August 2013

9 Forstliche Versuchs- und

Forschungsanstalt Baden-Württemberg

31. August 2013

5 Stadtführung durch Freiburg

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Seite 34

Helmi Basalamah

Head of Planning Bureau

Dedi Haryadi

Head of Evaluation, Bureau of Planning

Tunggul Butar Butar

Senior Adviser

Jamal Husni

FMU Limapuluh Kota Manager

Wilistra Danny

Head of Bilateral Cooperation Division

Tonny Suhartono

Head of Regional Forestry development

Basah Hernowo Director for Forestry and Water

resource, Agency for National

Development Planning

TEILNEHMER

Indra Kumara

Head of Planning Division of

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Gatot Moeryanto

Senior Adviser

Sugeng Marsudiarso Head of Social Forestry Division

Suparno Kasim

Deputy for District Major on Economic

Development of Berau District

Pipin Permadi

Senior Advisor

Djimlan Saleh

FMUvv Boalemo Manager

Is Mugiono

Director of Forest area preparation and utilization

Hasbi Afkar

Head of Forest Area Preparation of South Sulawesi

Moestfa Agung

Sardjono, Lecturer of

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TEAM REISEBEGLEITUNG

Nena Soeprapto-Jansen

Dolmetscherin

Maija Pitschugin

Journalistin

Tobias Donat

Fotograf

Rolf Krezdorn

Organisation

Peter Löffler

Busfahrer

IMPRESSUM

Verantwortlich: Rolf Krezdorn Autor: Maija Pitschugin

Dolmetscher: Nena Soeprapto-Jansen

Fotos und Design: Tobias Donat

Druck: Sunsetmedia Creativstudio, Jakarta 12740, Indonesien

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Deutsche Gesellschaft für

Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH GIZ Office Jakarta

Menara BCA 46th Floor Jl. M.H. Thamrin No. 1 Jakarta 10310, Indonesien

Referensi

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