Raba člena v medijih
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(2) UNIVERZA V MARIBORU FILOZOFSKA FAKULTETA Oddelek za germanistiko. Diplomsko delo RABA ČLENA V MEDIJIH. Diplomarbeit DER ARTIKELGEBRAUCH IN DEN MEDIEN. Mentorica:. Kandidatka:. Izr.prof.dr.Alja Lipavic Oštir. KatarinaKrižman. Maribor, 2015.
(3) ZAHVALA Na tem mestu bi se rada zahvalila mentorici izr. prof. dr. Alji Lipavic Oštir za strokovne nasvete ter za vso pomoč in razumevanje pri izdelavi diplomske naloge. Posebna zahvala gre mojim staršem, ki so mi omogočili študij, me spodbujali in verjeli v moje sposobnosti.. Zahvalila bi se tudi bratu in sestri ter vsem prijateljem, ki so mi stali ob strani in me tako moralno podpirali..
(4) Koroška cesta 160 2000 Maribor, Slovenija. Podpisana KATARINA KRIŽMAN, rojena 2.8.1991, študentka Filozofske fakultete Univerze v Mariboru, smer Germanistika, izjavljam, da je diplomsko delo z naslovom Der Artikelgebrauch in den Medien pri mentorici izr. prof. dr. Alja Lipavic Oštir, avtorsko delo.. V diplomskem delu so uporabljeni viri in literatura korektno navedeni; teksti niso prepisani brez navedbe avtorjev.. Kraj, Maribor Datum, 17.11.2015. __________________________________ (podpis študenta-ke).
(5) Zusammenfassung In der vorliegenden Diplomarbeit wurde der Gebrauch des Artikels in den Medien untersucht, d.h. in den Zeitungen. Diese Diplomarbeit wurde demnach in zwei Teile gegliedert, in den theoretischen und den empirischen Teil.. Zu Beginn des theoretischen Teils wurden die grundlegenden Eigenschaften der Artikel vorgestellt, was Artikel sind, wie man sie aufteilt und wie man sie gebraucht. In dem letzten Kapitel des theoretischen Teils wurde der Gebrauch aller Artikelformen (der bestimmte, der unbestimmte und der Nullartikel) separat beschrieben.. In. dem. empirischen. Teil. wurden. die. Vorgehensweisen. und. die. Forschungsmethoden, die ich in der Diplomarbeit benutzt habe, erklärt. Unter anderem wurden auch vier Hypothesen, die ich erstellt habe und welche mir halfen, den Artikelgebrauch in den Zeitungen zu analysieren, aufgelistet. Alle Hypothesen wurden mit Hilfe von Tabellen, Bildern und Graphen analysiert und kommentiert.. Zum. Schluss. wurden. die. wichtigsten. Ergebnisse. der. Diplomarbeit. zusammengefasst und alle Eingangshypothesen beantwortet.. Schlüsselwörter: Artikel, bestimmter Artikel, unbestimmter Artikel, Artikelgebrauch, Medien, Zeitung.
(6) Povzetek. V predloženem diplomskem delu je raziskana raba členov v medijih, natančneje v časopisih. Diplomsko delo je razdeljeno na dva dela, in sicer na teoretični in empirični del. Na začetku teoretičnega dela so predstavljene temeljne značilnosti členov; opredeljeno je, kaj člen sploh je, kako člene delimo in kako se uporabljajo. V zadnjem poglavju teoretičnega dela je ločeno predstavljena raba posameznih oblik členov (določni, nedoločni in ničti člen). V empiričnem delu so razloženi postopki in raziskovalne metode, ki sem jih v diplomskem delu uporabila. Med drugim so naštete tudi štiri hipoteze, ki sem si jih zastavila, da sem z njihovo pomočjo analizirala rabo členov v časopisih. Vse hipoteze sem s pomočjo preglednic, slik in grafov analizirala in razložila.. Na koncu sledi povzetek pomembnejših rezultatov diplomskega dela in analiza uvodnih hipotez.. Ključne besede: Člen,. določni. člen,. nedoločni. člen,. raba. členov,. mediji,. časopis.
(7) Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung ...................................................................................................................... 1 2 Theoretischer Teil .......................................................................................................... 2 2.1 Wortarten ................................................................................................................ 2 2.2 Der Artikel .............................................................................................................. 2 2.3 Liste der Artikelwörter ............................................................................................ 4 2.4 Gebrauch ................................................................................................................. 6 2.4.1 Freier und gebundener Gebrauch des bestimmten und des unbestimmten Artikels ...................................................................................................................... 6 2.5 Der bestimmte Artikel ............................................................................................ 8 2.6 Der unbestimmte Artikel ...................................................................................... 10 2.7 Der Nullartikel ...................................................................................................... 11 3 Empirischer Teil .......................................................................................................... 13 3.1 Forschungsmethode und Vorgehensweise ............................................................ 13 3.2 Hypothesen ........................................................................................................... 14 3.3 Der Artikelgebrauch in den Zeitungen ................................................................. 15 3.4 Beispiele des Artikelgebrauchs in den Zeitungen ................................................. 16 3.5 Das Ergebnis und abschließende Bemerkungen ....................................................... 33 5 Literaturverzeichnis ..................................................................................................... 34. I.
(8) Tabellenverzeichnis: Tabelle 1 Liste der Artikelwörter ..................................................................................... 4 Tabelle 2 Freier Gebrauch der Artikel .............................................................................. 7 Tabelle 3 Gebundener Gebrauch der Artikel .................................................................... 8 Tabelle 4 Hypothese 1 .................................................................................................... 17 Tabelle 5 Hypothese 2 .................................................................................................... 21 Tabelle 6 Hypothese 3 .................................................................................................... 24. Grafikverzeichnis: Graph 1 Artikelgebrauch ................................................................................................ 19 Graph 2 Gebrauch des bestimmten und den unbestimmten Artikels ............................. 22 Graph 3 Gebrauch des bestimmten Artikels ................................................................... 27. Bildverzeichnis: Bild 1 Zeitungsartikel: Plaikner, P. (2.6.2015): Problem mit dem Ablaufdatum, in: Kleine Zeitung, S. 5 ........................................................................................................ 30 Bild 2 Zeitungsartikel: Merkel geht auf die Wünsche Camerons ein, in: Kleine Zeitung (Graz, Samstag 30.5.2015), Seite 9 ................................................................................ 31 Bild 3 Zeitungsartikel: EU zündet Bombe: Klage gegen die deutsche Ausländer-Maut, in: Kronen Zeitung (Sonntag, 31.5.2015), Seite 5 .......................................................... 32. II.
(9) 1 Einleitung In der vorliegenden Diplomarbeit wird der Gebrauch des Artikels in der deutschen Sprache untersucht.. Der Focus der Diplomarbeit ist herauszufinden, ob der Artikelgebrauch in den Medien (d.h. Zeitungen) korrekt gebraucht wird, d.h. nach den vorliegenden Regeln der Theorie, oder ob es welche Besonderheiten gibt.. Die Aufgabe, die ich mir gestellt habe, ist zu untersuchen, ob man die Artikel in den Medien mehrmals weglässt und ob man den bestimmten Artikel häufiger gebraucht als den unbestimmten Artikel oder eher umgekehrt.. Die Diplomarbeit kann so in zwei Teile gegliedert werden, in den theoretischen Teil und in den empirischen Teil. Mit Hilfe von verschiedener wissenschaftlicher Literatur wird der theoretische Teil der Artikel beschrieben.. Bei dem empirischen Teil werden mehrere Beispiele des Artikelgebrauchs, die sich in den Zeitungen befinden, angegeben. Aufgrund der Beispiele wird dann festgestellt, ob der Artikel nach den Regeln gebraucht wird. Alle angegebenen Beispiele werden analysiert und kommentiert.. Zum Schluss wird auch meine Meinung dazu gesagt.. 1.
(10) 2 Theoretischer Teil 2.1 Wortarten Das Hauptthema dieses Kapitels ist der Artikel, der laut Duden (1984:85) neben dem Verb, dem Substantiv, dem Adjektiv und dem Pronomen, zu den flektierbaren Wortarten gehört. Die zweite Wortart-Gruppe stellen die unflektierbaren Wortarten dar, das sind Adverbien, Partikeln, Präpositionen und Konjunktionen. Eine Wortart wird folgendermaßen definiert: „Wortarten werden im Satz als selbstständige sprachliche Elemente, als akustisch bzw. orthographisch abhebbare Einheiten mit Bedeutung und Funktion Wörter gebraucht. Als sprachliche Zeichen sind sie eine Verbindung von Ausdruck und Inhalt, von Lautfolge und Bedeutung. Aufgrund der unterschiedlichen Funktion im Satz und der damit eng verknüpften Formmerkmale, Anordnung und Beziehungen zueinander können verschiedene Klassen von Wörtern unterschieden werden, die sich auch semantisch voneinander abgrenzen lassen und die man Wortarten nennt.“ (Duden 1984, S.85). 2.2 Der Artikel Der Artikel wird als eine Wortart bezeichnet, die immer nur im Zusammenhang mit einem Substantiv auftritt. In bestimmten Fällen fehlt er, in anderen Fällen kann er aber auch in „versteckter“ Form auftreten, d.h. in der Verschmelzung mit einer Präposition (Duden 1984, S. 308). Die Bezeichnung „Artikel“ stammt laut Hentschel und Weydt (2013:208) von dem lateinischen Wort articulus, was so viel wie „Gelenkchen“ bedeutet.. 2.
(11) Im Duden (1984:308) dagegen wird der Artikel als Geschlechtswort benannt, was allerdings unangemessen ist, weil das Genus des Substantivs meistens nicht am Substantiv selbst zum Ausdruck kommt, sondern nur an dem dazugehörenden Artikel.. In der deutschen Sprache teilt man den Artikel laut Helbig & Buscha (1986:148) in drei verschiedene Formen auf: . Der bestimmte Artikel (der, die, das),. . der unbestimmten Artikel (ein, eine),. . der Nullartikel.. Diese gehören laut Duden (1984:309) zu den Artikeln im engeren Sinne. Zu den Artikeln. im. weiteren. Sinne. gehören. das. Demonstrativpronomen,. Possessivpronomen, das Interrogativpronomen und das Indefinitpronomen.. 3. das.
(12) 2.3 Liste der Artikelwörter Um die Artikelformen besser darzustellen, habe ich eine Tabelle hinzugefügt. In der Tabelle sind alle Artikelformen angegeben, die zu dem Artikel im engeren und im weiteren Sinne dazugehören.. Tabelle 1 Liste der Artikelwörter. Maskulinum Der Derjenige. Neutrum Das Dasjenige. Femininum Die Diejenige. Ein. Ein. Eine. Nullartikel. Nullartikel. Nullartikel. Diese. Diese. Jener Derselbe dieser/jener selbe ein solcher solch ein Welcher welch ein Mein dessen/deren wessen Jeder Jedweder Mancher manch ein (aller). Nullartikel Dieses (dies) Jenes Dasselbe dieses/jenes selbe ein solches solch ein Welches welch ein Mein dessen/deren wessen Jedes Jedwedes Manches manch ein (alles). Jene. Jene. Dieselbe diese/jene selbe. dieselben diese/jene selben. (all der/dieser/ jener/mein) (einiger) (etlicher). (all das/dieses/ jenes/mein) (einiges) (etliches). (all die/diese/ jene/meine) (einige) (etliche). (irgendwelcher) Kein Irgendein. (irgendwelches) Kein Irgendein. (irgendwelche) Keine Irgendeine. Dieser. eine solche solch eine Welche welch eine Meine dessen/deren wessen Jede Jedwede Manche manch eine (alle). Abbildung 1 Helbig, Buscha, 1986, S.357. 4. Plural Die Diejenigen. Artikelwörter Der bestimmte Artikel Der unbestimmte Artikel Der Nullartikel. Das adjektivische Demonstrativpronomen. Solche Welche. Das adjektivische Interrogativpronomen. Meine dessen/deren wessen. Das adjektivische Possessivpronomen. Jedwede Manche Alle alle die (diese, jene, meine) all die (diese, jene, meine) Einige Etliche Mehrere Irgendwelche Keine. Das adjektivische Indefinitpronomen.
(13) Man kann zwischen den oben angegebenen Artikelwörtern wählen, allerdings kann man sie laut Helbig & Buscha (1999:355) nicht koordinativ miteinander verbinden, wie zum Beispiel: Der Freund spricht. Mein Freund spricht. *Der mein Freund spricht. *Mein der Freund spricht.. (Helbig/Buscha, 1986, S.142) Die Theorie in Duden (1984:308) sagt, dass der Artikel immer mit seinem zugehörigen Substantiv hinsichtlich Genus, Kasus und Numerus übereinstimmt, wie zum Beispiel: Der (neue) Freund/Die (neue) Freundin kommt heute zu mir. Der (neue) Freund kommt. Ich rufe den (neuen) Freund.. (Helbig/Buscha, 1986, S.143). Helbig & Buscha (1999:356) fügen dazu, dass das Artikelwort niemals alleine seine Position im Satz ändert, sondern nur zusammen mit dem zugehörigen Substantiv, wie zum Beispiel: Der Freund kommt heute zu mir. Heute kommt der Freund zu mir. *Freund der kommt heute zu mir. *Freund kommt heute der zu mir.. (Helbig/Buscha, 1986, S.143). 5.
(14) 2.4 Gebrauch Hans Jürgen Grimm sagt (1992:9), dass der deutsche Artikelgebrauch „doch eine ziemlich einfache Sache“ ist. Diese Aussage hat er mit folgendem Beispiel erklärt: „Sprechen wir vom gestrigen Tag, dann verwenden wir den bestimmten Artikel: DER GESTRIGE TAG. Es ist ja auch ein ganz bestimmter Tag – eben der Tag gestern mit seinem genauen und einmaligen Datum. Meinen wir hingegen EINEN BELIEBIGEN TAG, dann setzen wir den unbestimmten Artikel, denn es ist kein bestimmter Tag.“ (Grimm 1992, 9). Aufgrund des Beispiels kann man die grundlegende Opposition zwischen dem bestimmten und unbestimmten Artikel sehen in dem Merkmalsgegensatz „identifiziert“- „nicht identifiziert“ bzw. „bekannt“ – „nicht bekannt“ feststellen (Duden, 1984, S.314).. In jeder Sprache findet man klare Regeln in der Grammatik. Trotz der vielen Theorien, Studien und Forschungen gibt es immer einige Ausnahmen. Laut Grimm (1992:9) geht es sogar bei den „kleinen Artikelwörtchen wie so oft in der Sprache – gar nicht immer geradlinig oder gar „logisch“ zu“.. 2.4.1 Freier und gebundener Gebrauch des bestimmten und des unbestimmten Artikels. Laut Duden (1984:313) hat man bei der Wahl der verschiedenen Artikelformen „ist“ zwischen freiem und gebundenem Gebrauch zu unterscheiden. Bei dem freien Gebrauch kann bzw. muss der Sprecher oder Schreieber eine Entscheidung zwischen den möglichen Formen treffen. Dabei richtet er seine Entscheidung nach den Faktoren Kontext, Situation, Semantik und Grammatik.. 6.
(15) In der unten angegebenen Tabelle ist der freie Gebrauch der Artikel dargestellt. Tabelle 2 Freier Gebrauch der Artikel. Freier Gebrauch Vorerwähnung. Vorinformation. Der unbestimmte Artikel. Der bestimmte Artikel. Peter hat ein Auto bestellt. Wir sahen ein Haus.. Er hat das Auto nun bekommen. Der Schornstein rauchte. Die Arbeit macht ihm Spaß. Hat Peter den Eingriff gut überstanden?. Peter ist von Beruf Lehrer. Beide Kommunikationspartner sind vorinformiert (sie wissen beide, dass Peter einen Eingriff hatte). Sachliche Einmaligkeit. Null-Artikel. Der Papst besucht Deutschland. die Sonne, das Blut, der Himmel Wo ist der Bahnhof? Gib mir mal den Bleistift. Dies ist der größte Tag in seinem Leben. Das Haus (dort) möchte ich kaufen.. Kennzeichnung durch Attribuierung Gestik und Mimik Generalisierung (Verallgemeinerung) . Extensionale Generalisierung. Eine Katze ist ein Haustier.. . Intensionale Generalisierung. Peter Heinlein hat eine Taschenuhr erfunden.. . Exemplarische Generalisierung. Ein Mann weint nicht.. . Die Katze ist ein Haustier. (sg) Die Katzen sind Haustiere. (pl). Abbildung 2 Duden 4, 1984, S.314. 7. Jede/Alle Katzen sind Haustiere.. Peter Henlein hat die Taschenuhr erfunden. Männer weinen nicht. Die Katze ist ein Haustier.. Klassifizierende Generalisierung. Katzen sind Haustiere. (pl). Katzen sind Haustiere..
(16) Bei dem gebundenen Gebrauch kann der Sprecher oder Schreiber keine eigene Wahl treffen, da ihm die betreffende Form vorgegeben ist. Bei diesem Gebrauch entscheiden grammatische und/oder lexikalische Vorgaben (Duden, 1984, S. 313). Tabelle 3 Gebundener Gebrauch der Artikel. Der unbestimmte Artikel. Der bestimmte Artikel. Null-Artikel. Funktionsverbgefüge. Ein Ende Eine Entwicklung Einen Verlauf eine Veränderung. Zum Abschluss Zur Verteidigung zur Durchführung. Anwendung In Wegfall Zu Fall. Feste Wendungen (Phraseologismen). Aus einer Mücke einen Elefanten machen Wie eine Seifenblase zerplatzen. Zum Mond schießen Ans Licht kommen Die Katze im Sack kaufen. Öl ins Feuer gießen Auf großen Fuß leben. Gebundener Gebrauch. Abbildung 3 Duden 4, 1984, S.318. 2.5 Der bestimmte Artikel Den bestimmten Artikel wählt man, wenn das vom Substantiv bezeichnete Objekt „bestimmt“ ist, d.h., dass es der Sprecher und Hörer in gleicher Weise identifizieren, bzw. das Objekt beiden bekannt ist (Duden, 1984, S.314). Laut Hans-Jürgen Grimm (1992:17,24) steht der bestimmte Artikel vor Substantiven, die etwas bezeichnen, was bisher nur einmal passierte (wzB. Die Migrationskrise) oder existiert (der Papst) und sozusagen einmalig ist.. Der bestimmte Artikel erscheint vor den Namen von Gebirgen, Bergen, Meeren, Seen, Flüssen und Gestirnen (Helbig & Buscha, 1986, S. 148). die Alpen, der Fichtelberg, das Mittelmeer, der Bodensee, die Elbe, die Venus Der bestimmte Artikel erscheint vor den Namen einiger Länder und Landschaften (Helbig & Buscha, 1986, S.148). die Vereinigten Staaten von Amerika, die Riviera, der Ferne Osten, der Balkan. 8.
(17) Der bestimmte Artikel steht auch vor Namen von Straßen, Gebäuden, Einrichtungen und Schiffen (Helbig & Buscha, 1986, S.149). die Talstraße, die Thomaskirche, der Kölner Dom, die Titanic, die UNO Grimm beschreibt auβerdem, dass der bestimmte Artikel in bestimmten sozialen determinierten Kommunikationssituationen vor Personennamen, die außerhalb dieser speziellen Situationen den Nullartikel haben, erscheint. Grimm beschreibt, dass bei der Verwendung des bestimmten Artikels oft emotionale Wertungen verbunden sind (1992:32). Darum können wir sagen, dass der bestimmte Artikel auch vor den Namen der Schauspielrollen und den Kunstwerken steht (Helbig & Buscha, 1986, S.149). Wer spielt in dieser Saison den Faust? Wer hat die Mona Lisa gemalt?. Der bestimmte Artikel wird auch bei einigen Namen aus der Religion, der Mythologie, der Märchen und den Sagen gebraucht (Grimm 1992, 21). der böse Wolf, der Weihnachtsmann, der Osterhase, der Herr, der Erlöser Wenn der alltäglich-vertrauliche Umgang mit der Person hervorgegeben werden soll, kann der bestimmte Artikel vor Personennamen stehen, was aber nur in der Umgangssprache verwendet wird (Grimm 1992,32). Was sagt denn die Monika dazu? Der Peter könnte nun auch bald kommen. Der bestimmte Artikel steht auch häufig vor Namen von Zeitungen und Zeitschriften (Helbig & Buscha, 1986, S.149). Er hat das „Neue Deutschland“ von heute gelesen. Er will den „Eulenspiegel“ kaufen.. Aufgrund der oben genannten Merkmale kann man davon ausgehen, dass der bestimmte Artikel dann verwendet wird, wenn uns das Substantiv schon im Vorfeld bekannt ist. Das zeigt auch das folgende Zitat:. 9.
(18) Der bestimmte Artikel steht vor Substantiven, die einen Gegenstand bezeichnen, der im vorangegangenen sprachlichen Kontext schon einmal (direkt oder indirekt) erwähnt worden ist (Grimm1992, 34). Grimm meint dazu, dass der bestimmte Artikel manchmal als „Signal“ oder als Verdeutlichung bestimmter grammatischer Merkmale des Substantivs gebraucht wird. Er zeigt an, dass ein Wort einer anderen Wortart des Substantivs gebraucht wird. Er kann weiterhin das formale Signal für das Genus, den Numerus oder den Kasus des Substantivs sein. Er kann signalisieren, ob ein Wort als Eigenname oder als Appellativum verstanden werden soll. In einigen Fällen kann er auch die Satzgliedfunktion des betreffenden Substantivs verdeutlichen. (Grimm 1992,53). Der bestimmte Artikel steht auch im Zusammenhang mit Namen der Jahreszeiten, Monate, Tageszeiten und Mahlzeiten (Helbig & Buscha, 1986, S.149). Der Frühling beginnt im März. Das Frühstück wird um 7 Uhr eingenommen.. 2.6 Der unbestimmte Artikel Die zweite Artikelform ist der unbestimmte Artikel, der laut Grimm (1992:87) vor Substantiven im Singular, die von mehreren möglichen einen einzelnen Gegenstand bezeichnen, ohne dass dieser Gegenstand in der betreffenden Kommunikationssituation eindeutig identifiziert werden kann oder soll, steht. Man wählt den unbestimmten Artikel, wenn das bezeichnete Objekt vom Sprecher bzw. Hörer nicht identifiziert werden kann und es beiden nicht bisher bekannt ist (Duden, 1984, S.314). Wir haben auch ein Auto (Helbig & Buscha, 1986, S.151). Den unbestimmten Artikel wählt man, laut des oberen Zitats, dann, wenn uns das Substantiv bzw. das Gegenstand bisher noch nicht bekannt war und wir es zum ersten Mal hören oder darüber sprechen.. 10.
(19) Der unbestimmte Artikel steht vor Substantiven wie Fläche, Gewicht, Größe, Höhe, Tiefe, Umfang usw. in der Konstruktion haben+Substantiv im Akkusativ + von + Kardinalzahl + Maßeinheit. (Grimm 1992, 114). Der unbestimmte Artikel wird auch bei einigen Redewendungen verwendet. In einigen Phraseologismen ist der unbestimmte Artikel fest lexikalisiert. Da Phraseologismen sozusagen sprachliche Fertigteile sind, dürfen sie in der Regel auch nur mit dem fest lexikalisierten Artikel verwendet werden, auch wenn in vergleichbaren nichtphraseologischen Konstruktionen ein anderer Artikel denkbar oder gar notwendig wäre (Grimm, 1992, S. 117).. 2.7 Der Nullartikel Die letzte Artikelform im engeren Sinne ist der Nullartikel. Diese Form wird vor allem im Plural gebraucht, bzw. bei unbestimmter Menge eines Stoffes. Folgendes kann man aus dem Zitat erschließen:. Der Nullartikel steht vor Substantiven im Plural, die eine in der betreffenden Kommunikationssituation unbestimmte Teilmenge aller durch diese Substantive benennbaren Gegenstände bezeichnen, oder vor Stoffbezeichnungen im Singular, wenn sie in der betreffenden Kommunikationssituation den Stoff ganz allgemein oder eine unbestimmte Teilmenge dieses Stoffes bezeichnen, oder vor Abstrakta, wenn diese in der betreffenden Kommunikationssituation ganz allgemein gebraucht werden (Grimm 1992, 120).. Der Nullartikel kann laut Grimm vor den Substantiven, die im Plural stehen und die unbestimmte Teilmenge aller durch diese Substantive benennbaren Gegenstände bezeichnen, stehen. Er kann aber auch vor den Namen der Stoffbezeichnungen im Singular stehen, wenn sie den Stoff ganz allgemein oder eine unbestimmte Teilmenge dieses Stoffes bezeichnen. Er kann auch vor ganz allgemein gebrauchten Abstrakta stehen (1992:131).. 11.
(20) Der Nullartikel wird immer dann bei einem Substantiv im Plural gebraucht, wenn unter denselben Bedingungen im Singular der unbestimmte Artikel stehen müsste (Grimm 1992, 138). Grimm sagt auch, dass der Nullartikel bei Substantiven gebraucht wird, wenn diese keine Person oder keinen Gegenstand benennen. Das Substantiv steht gleichsam als Name für sich selbst (1992:140) und ersetzt häufig den bestimmten Artikel, wenn zwei oder mehr Substantive, die in Bedeutungsbeziehungen zueinander stehen, durch und u.a. miteinander verbunden werden (1992:141).. Im Gegensatz zu dem bestimmten und dem unbestimmten Artikel, ist der Nullartikel einfacher zu wählen. Der Nullartikel kann vor Substantiven, die uns schon bekannt sind, oder auch vor Substantiven, die uns bis jetzt noch nicht bekannt sind, stehen. Das zeigt auch folgendes Zitat:. Der Nullartikel wird in einer Reihe von Konstruktionen mit einem Attribut gebraucht. Im Unterschied zum bestimmten Artikel und unbestimmten Artikel spielt es dabei häufig keine Rolle, ob es sich um ein identifizierendes oder ein nichtidentifizierendes Attribut handelt (Grimm 1992, 143). Laut Grimm wird der Nullartikel auch in einigen Prädikativkonstruktionen (1992:173) und in einigen Attributen verwendet (1992:176). Der Nullartikel wird auch in einigen Konstruktionen mit Maß- bzw. Mengenbezeichnungen verwendet (1992:178) und ist bei einer Reihe von Eigennamen lexikalisiert (1992:180). Einige Substantive werden in Verbindung mit bestimmten Präpositionen mit dem Nullartikel gebraucht (Grimm 1992, 186).. 12.
(21) 3 Empirischer Teil 3.1 Forschungsmethode und Vorgehensweise Für das Forschen des empirischen Teils habe ich mir verschiedene österreichische Zeitungen angesehen, und zwar. die Tageszeitungen „Kleine Zeitung“ und. „Kronen Zeitung“. Mit Hilfe der wissenschaftlichen Bücher und deren Theorie, konnte ich den empirischen Teil der Diplomarbeit erstellen.. In den empirischen Teil versuche ich den Artikelgebrauch in den Medien zu untersuchen. Ich habe mich an den Gebrauch des bestimmten und des unbestimmten Artikels konzentriert, so wie auch auf den Nullartikel. Dabei versuchte ich auch mögliche Besonderheiten zu finden, die vielleicht nicht in der Theorie stehen und unbekannt sind. Bei dem Schreiben des empirischen Teils habe ich alle vier Zeitungen gründlich gelesen und alle Artikelformen, die in den Zeitungen zu finden waren, markiert. Nachdem habe ich alle Beispiele aus den Zeitungen in einer Tabelle dargestellt. Mit Hilfe der Tabelle konnte ich dann den Gebrauch der Artikel analysieren. Um den Artikelgebrauch deutlicher und visueller darzustellen, habe ich auch bei allen Hypothesen ein Graph erstellt.. Danach wurden alle Ergebnisse analysiert und kommentiert. Mit Hilfe der Analyse kam ich dann zu einem Ergebnis.. 13.
(22) 3.2 Hypothesen In der Diplomarbeit habe ich einige Hypothesen erstellt, die mir als Anhaltspunkte dienen sollten. Aufgrund der klaren Regeln in der deutschen Grammatik, kann man manchmal einige „Tippfehler“, die in den Zeitungen erscheinen, finden. Mehrmals kann man sehen, dass der Artikel verdrängt oder ausgelassen wird. In den Zeitschriften (typisch für Covers und Werbetexte) sieht man häufig, dass der Artikel gar nicht gebraucht wird. Angesichts dessen habe ich folgende Hypothesen erstellt: . Der Artikel wird in den Titeln, Überschriften und Schlagzeilen häufiger ausgelassen. . Wenn der Artikel in den Überschriften gebraucht wird, wird häufiger der bestimmte als der unbestimmte Artikel gewählt. . Der bestimmte Artikel wird bei den Überschriften nur bei der sachlichen Einmaligkeit verwendet. . Generell wird der bestimmte Artikel in den Zeitungen viel häufiger gebraucht als der unbestimmte Artikel; da wir schon im Voraus wissen, dass etwas passiert ist und danach die Zeitung darüber berichtet, also wegen der Vorinformation.. Neben den aufgelisteten Hypothesen werde ich mich allgemein auf den Gebrauch der Artikel konzentrieren und versuchen herauszufinden, ob die Artikel nach den Regeln der deutschen Grammatik (z. B. Duden) verwendet werden.. 14.
(23) 3.3 Der Artikelgebrauch in den Zeitungen Die Zeitungen schreiben über Neuigkeiten aus der ganzen Welt und verschaffen uns einen Überblick davon, was gerade passiert. Es ist wichtig, dass die Zeitungen kurz und klar gestaltet sind, damit man sie schnell lesen kann und man nur das liest, was man wissen möchte. Schon bei dem ersten Blick auf die Zeitung kann man sehen, dass diese Theorie stimmt. Die Schlagzeilen, so wie auch die Überschriften, sind mit „Stichwörtern“ versehen, d.h., dass nicht in ganzen Sätzen geschrieben wird, was in den Texten steht. Dadurch, dass die Zeitungsüberschriften nicht in ganzen Sätzen geschrieben sind, kann man sehr einfach finden, was man gerade sucht. Die Überschriften dienen als eine Art Inhaltsangabe der Zeitung, an die man sich orientieren kann und um zu lesen, was uns interessiert. Wenn man die Zeitungen liest, bemerkt man von Anfang an, wie sie gestaltet worden sind. Die Überschriften dienen als eine Inhaltsangabe, damit man eine Vorstellung davon bekommt, was uns in den Texten erwartet. Wenn uns die Überschrift anspricht, lesen wir natürlich weiter. Die Untertitel sind dagegen umfangreicher gestalten und deshalb bekommen wir einen tieferen Einblick in den Text, der daraus folgt. Wenn uns der Titel anspricht, lesen wir den Text weiter, wenn uns aber der Titel nicht anspricht, können wir selbst entscheiden, ob wir den Text (weiter)lesen oder nicht.. 15.
(24) 3.4 Beispiele des Artikelgebrauchs in den Zeitungen. Um den Artikelgebrauch analysieren zu können, habe ich einige Hypothesen erstellt, die mir dabei helfen sollen herauszufinden, wie die Artikel in den Zeitungen gebraucht werden. In den Hypothesen ist sichtbar, dass ich allgemein glaube, dass die Artikel in den Medien vernachlässigt werden. Um diese Hypothesen bestätigen zu können, muss ich eine Analyse durchführen, damit ich sehe, wo die Artikel in den Zeitungen gebrauch werden und wo nicht. Alle Hypothesen werde ich mit einigen Beispielen aus den Zeitungen verstärken und aufgrund dessen feststellen, ob ich die Hypothesen bestätigen kann oder nicht. Ich werde allerdings jede Hypothese separat vorstellen und meine Meinung dazu schreiben. Alle Ergebnisse werde ich auch mit einem Graph darstellen.. Die erste Hypothese, die ich erstellt habe, lautet: Hypothese 1: Der Artikel wird in den Titeln, Überschriften und Schlagzeilen häufiger ausgelassen Die oben genannte Hypothese habe ich nicht ohne Grund erstellt. Ich habe diese Hypothese erstellt, weil ich der Meinung bin, dass die Medien, wie z. B. Zeitungen, kurz und knapp geschrieben werden sollen. Obwohl der Artikel in den Sätzen obligatorisch ist, können wir auch ohne ihn verstehen, worum es geht.. Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, musste ich zuerst alle Zeitungen durchblättern, um zu sehen, ob der Artikel überhaupt ausgelassen wird bzw. ausgelassen werden kann. Dabei habe ich auf alle möglichen Kombinationen geachtet, wie der Satz bzw. die Überschriften lauten könnten. Ich habe eine Tabelle erstellt, in die ich alle Überschriften aus einer Zeitung eingegeben habe. Dadurch versuchte ich zu erkennen, ob der Artikel wirklich häufiger ausgelassen wird. Alle Überschriften habe ich aus der Zeitung Montag Kleine Zeitung (Graz, Montag, 1.6.2015) entnommen.. 16.
(25) Tabelle 4 Hypothese 1. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.. Aussee in voller Blüte Milchpreise fallen Filmfestival in Graz „Das war nur ein Vorspiel“ Kein Rot-Grün für Niessl „Häupl muss sich warm anziehen“ Berlusconi warb für Konkurrenten Ungewisse Zukunft für Sandra. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. 35. 36. 37. 38. 39. 40. 41. 42. 43. 44. 45. 46. 47. 48. 49. 50. 51. 52. 53. 54.. Angst vor „Mega-Beben“ in Japan Crash bei Flugschau Flüchtlings-Rekord In Menge geschossen US-Geiseln im Jemen Teurer Elektroschrott Gesimsteil traf 16-Jährigen Filialleiter gefesselt Kochtöpfe explodiert Sex mit Minderjährigem: Mönch musste in U-Haft Wenn im Ausseerland gemordet wird „Wir ersaufen nicht in Milch“ Adelbar bringt den Sieg Ganz schön spontan Feuerwehr rettete Männer aus Fluss Mordprozess: Urteil könnte bald fallen Mit Sprung von Traktor gerettet Biker bei Unfällen verletzt Entwickler-Marathon: In nur 48 Stunden von der Idee zum Spiel Badewetter ist in dieser Woche im Anmarsch Freizeit-Tipps für die Woche Keine drei Punkte, aber drei Abschiede Sturm ging im Finisch die Kraft aus Vastic stößt Wr. Neustadt in den Keller „Er ist der beste Fußballer aller Zeiten“ Prödl wechselt wohl in die Premier League HSV unter Zugzwang Schwarzer Aufsteiger und violette Talfahrt Die WM wird jetzt zum „Bruderkampf“ Wiesberger hat die Million Contador holt sich zum zweiten Mal den Giro Haller schaffte mit Gesamtsieg die Sensation bei der Fjord-Tour in Norwegen Barca holt sich die Champions League Deutscher Kazmirek gewann in Götzis Green feierte Doppelsieg in der Lausitz Brite Brash knackte den Jackpot Arch siegt wieder Regen machte Federer einen Strich durch die Rechnung Ring frei für die Dirndln St. Anna ist jetzt praktisch durch Sturm im Finale furios Großer Spendenerfolg Raunegger holt Gold Brot und Spiele für die Bürger Der Westen ist schuld Ein ganz großer Erfolg. 17.
(26) 55. 56. 57. 58. 59. 60. 61. 62. 63. 64. 65.. Livemitschnitt aus der Grazer Oper Aktiv werden nach dem Abspann Berührende Momente beim getanzten Leid Frauen-Duo ORF-Bestenliste Medien-Urgestein Die Lebenslust fährt mit Hollywood liebt jedes Kilo an ihr John Kerry brach sich das Bein William fordert Druck auf FIFA Antrag auf Picknickdecke Abbildung 4 Beispiele aus: Montag Kleine Zeitung, Graz, Montag, 1.6.2015. Um es visueller darzustellen, habe ich alle Beispiele, die keinen Artikel enthalten, mit einer grünen Farbe markiert. Wenn man sich nur die Tabelle ansieht, kann man auf Anhieb sehen, dass ich die Hypothese bestätigen kann. Der Artikel wird in den Zeitungen sehr vernachlässigt und wird von insgesamt 65 Fällen 41 Mal ausgelassen. Bei der Analyse und den Überschriften aus der Zeitung, habe ich bemerkt, dass man die Artikel fast immer auslässt. Obwohl der Artikelgebrauch laut der Theorie obligatorisch ist, verzichten die Journalisten mit Absicht auf den Artikel. Meiner Meinung nach ist der Hauptgedanke dahinter, dass die Medien auf die kürzeste Art und Weise den Menschen mitteilen wollen, was in der Welt passiert.. 18.
(27) Artikelgebrauch. 37%. Kein Artikel 63%. Mit Artikel. Graph 1 Artikelgebrauch. Um den Artikelgebrauch in den Überschriften besser darzustellen, habe ich einen Graph erstellt. Mit Hilfe des Graphs kann man eindeutig sehen, dass der Artikel in den Überschriften mehrmals ausgelassen wird. Einer von den Gründen, weshalb der Artikel weggelassen wird, ist das schnelle Vermitteln der Neuigkeiten. Ich glaube, dass die Medien mit Absicht die Artikel auslassen, damit sie den Leser schnell und mit wenigen Wörtern das Geschehen in der Welt beschreiben. Sie wollen allen Menschen auf Anhieb zeigen, was die Zeitungen enthalten und den Leser nicht „zwingen“ die ganze Zeitung bzw. ganze Sätze zu lesen, wenn der Leser kein Interesse dafür hat. Mit Hilfe des oberen Graphs kann ich so zu einem Abschluss kommen: Laut der Analyse und den Beispielen aus nur einer Zeitung kann ich sagen, dass meine Hypothese somit bestätigt ist. Das Gleiche habe ich mit einer weiteren Zeitung gemacht und bin schlussendlich zum gleichen bzw. ähnlichen Resultat gekommen.. 19.
(28) Die zweite Hypothese, die ich mir gestellt habe, lautete: Hypothese2: Wenn der Artikel in den Überschriften gebraucht wird, wird häufiger der bestimmte als der unbestimmte Artikel gewählt. Um diese Hypothese analysieren zu können, habe ich eine Tabelle erstellt, in die ich alle Überschriften aus zwei Zeitungen eingetragen habe.. Alle Beispiele habe ich aus den Zeitungen Kronen Zeitung (Sonntag, 31.5.2015) und Kleine Zeitung (Graz, Dienstag, 2.6.2015) entnommen. Ich habe alle Überschriften, die den bestimmten und den unbestimmten Artikel enthalten, angegeben. In der Tabelle habe ich die zwei Artikelarten farblich getrennt: Den bestimmten Artikel habe ich mit einer rosa Farbe dargestellt und den unbestimmten Artikel mit einer blauen Farbe.. 20.
(29) Tabelle 5 Hypothese 2. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. 35. 36. 37. 38. 39. 40. 41. 42. 43. 44. 45.. Die Abschaffung des Bargeldes Schutz für das Bankgeheimnis EU zündet Bombe: Klage gegen die deutsche Ausländer-Maut Brünn lud Deutsche zur Wallfahrt der Versöhnung 70.Hochzeitstag eines Ehepaares aus Kalifornien Silk-Road-Gründer in den USA verurteilt Das Gesicht des toten Bruders Polit-Streit um das Po-Grapschen! Trafikant schlug Räuber mit Finte in die Flucht „Twitter-Einsatz“ der Polizei bei 67-Gipfel Biss-Attacke bei Streit in der City Die EU macht den Turismus kaputt Nachbar rettete Hausbesitzerin (86) mit einer Baggerschaufel Eine Branche wehrt sich Zurück in den Job: Tolle Chance für Frauen nach der Babypause Laufen für den guten zweck Fachleute nahmen Proben und haben jetzt einen Verdacht Heute ist der Tag der Entscheidung Hat die Auszeit Sie stärker gemacht, Frau Wiener? Genießen sie die „Great Voices“! Sein Konzept begräbt das Theater „Ritter“ mit Feuer zurück in der Erfolgsspur Ritzing verlor gegen Neusiedl und hofft noch auf die Lizenz Durch die „Schallmauer“ Der harte Kampf um Beric Von der Hölle in den Himmel Adebar bringt den Sieg Entwickler-Marathon: In nur 48 Stunden von der Idee zum Spiel Freizeit-Tipps für die Woche Sturm ging im Finish die Kraft aus Vastic stößt Wr. Neustadt in den Keller „Er ist der beste Fußballer aller Zeiten“ Die WM wird jetzt zum „Bruderkampf“ Ring frei für die Dirndln Brot und Spiele für die Bürger Livemitschnitt aus der Grazer Oper Die Lebenslust fährt mit Parteien positionieren sich für den Kampf um die Macht Das Problem mit dem Ablaufdatum „Uns trauen die Leute das offenbar zu“ Wie Wien zum Sieg der FPÖ beitrug Angst vor dem blauen Virus Das rätselhafte Polit-Chamäleon Ein Dauerbrenner sagt „Pfiat enk“ Ein Duo mit vielen Plänen. Abbildung 5 Überschriften aus den Zeitungen: Kronen Zeitung (Sonntag, 31.5.2015) und Kleine Zeitung (Graz, Dienstag, 2.6.2015). 21.
(30) Mit Hilfe von dieser Tabelle kann man sehen, dass meine Hypothese bestätigt wird. Bei insgesamt 45 Überschriften tritt der bestimmte Artikel 39 Mal auf, der unbestimmte Artikel tritt dagegen nur 6 Mal auf. So wie die Theorie besagt (Duden, 1984, S.314), möchte auch ich darauf hinweisen, dass der bestimmte Artikel in Sätzen, die (uns) schon im Voraus bekannt sind, verwendet wird und der unbestimmte Artikel dagegen in allen Überschriften, die (uns) noch nicht bekannt sind.. Den Gebrauch des bestimmten und des unbestimmten Artikels habe ich auch mit einem Graph dargestellt.. Gebrauch des bestimmten und des unbestimmten Artikels 13% Der bestimmte Artikel Der Unbestimmte Artikel 87%. Graph 2 Gebrauch des bestimmten und den unbestimmten Artikels. Aufgrund des oben angegebenen Graphs kann ich die zweite Hypothese bestätigen: Der bestimmte Artikel wird mehrmals in den Überschriften verwendet. Laut der Theorie von Hans Jürgen Grimm steht der bestimmte Artikel vor dem Substantiven, die uns bekannt sind, d.h. der bestimmte Artikel wird in den Zeitungen nicht ohne Grund häufiger verwendet. Die Journalisten schreiben mit 22.
(31) Absicht den bestimmten Artikel, weil sie davon ausgehen, dass wir über ein Ereignis oder Geschehen in der Welt schon informiert sind.. Die oben angegebene Tabelle zeigt, dass man den bestimmten Artikel auch bei Eigennamen oder bei der sachlichen Einmaligkeit verwendet und daraus kann man schlieβen, dass der bestimmte Artikel häufiger gebraucht wird als der unbestimmte Artikel. Der bestimmte Artikel wird häufiger gebraucht und damit kann meine zweite Hypothese bestätigt werden.. Hypothese 3: Der bestimmte Artikel wird bei den Überschriften nur bei der sachlichen Einmaligkeit verwendet Um die dritte Hypothese untersuchen zu können, habe ich alle Überschriften aus allen vier Zeitungen (Kleine Zeitung, Graz (Samstag 30.5.2015), Kronen Zeitung (Sonntag, 31.5.2015), Montag Kleine Zeitung (Graz, Montag, 1.6.2015) und Kleine Zeitung (Graz, Dienstag, 2.6.2015)) in eine Tabelle angegeben, die einen bestimmten Artikel enthalten.. Mit Hilfe der Informationen in der unten stehenden Tabelle werde ich versuchen herauszufinden, ob der bestimmte Artikel in den Überschriften nur bei der sachlichen Einmaligkeit verwendet wird, oder ob es auch Ausnahmen gibt.. 23.
(32) Tabelle 6 Hypothese 3. 1.. Parteien positionieren sich für den Kampf um die Macht. 2.. 42.000 sahen Wahlstudio der „Kleinen“. Sachliche Einmaligkeit. 3.. Das Problem mit dem Ablaufdatum. Sachliche Einmaligkeit. 4.. „Uns trauen die Leute das offenbar zu“. 5.. Wie Wien zum Sieg der FPÖ beitrug. 6.. Strache: FPÖ auf dem Weg zur Großpartei. 7.. Angst vor dem blauen Virus. 8.. Grüne: Nachwahlstreit um die Stammtische. 9.. Das rätselhafte Polit-Chamäleon. Kennzeichnung durch Attribuierung. Generalisierung Sachliche Einmaligkeit feste Wendung Sachliche Einmaligkeit Generalisierung Sachliche Einmaligkeit. 10. Die „Reformpartei“ als gewöhnliche Altpolitiker. Sachliche Einmaligkeit. 11. Der Kaufmann von Wien. Sachliche Einmaligkeit. 12. Einer der größten Hausherrn im Land. Kennzeichnung durch Attribuierung. 13. Auto fiel in die Mürz. Sachliche Einmaligkeit. 14. Blutiger Streit vor der Messe. Sachliche Einmaligkeit. 15. „Die Leute waren sauer“. Generalisierung. 16. Die FPÖ ist jetzt überall zweistellig. Sachliche Einmaligkeit. 17. Die Banken schaffen die Zinsen ab. Generalisierung. 18. Feine Weine von der Kleinen. Sachliche Einmaligkeit. 19. Bühne frei für den Kultursommer. Sachliche Einmaligkeit. 20. Drei Boxen für den traumurlaub. Sachliche Einmaligkeit. 21. Aktivurlaub in den Nockbergen. Sachliche Einmaligkeit. 22. Das Weinfest im Vulkanland. Sachliche Einmaligkeit. 23. Da geht für Naturfans die Sonne auf. Sachliche Einmaligkeit. 24. Die Bullen und ihre braven Gefährten. Generalisierung. 25. Der Cup der guten Hoffnung. Kennzeichnung durch Attribuierung. 26. Das große Finale der Gegensätze. Kennzeichnung durch Attribuierung. 27. Das gesamte Theater wird Bühne. Sachliche Einmaligkeit. 28. „Mir geht’s nur um die Liebe zur Musik“. feste Wendung. 29. Hürden der Romantik. Sachliche Einmaligkeit. 30. Franziskus gegen die Mafia. Sachliche Einmaligkeit. 31. Abstrampeln für den Wahlkreis. Generalisierung. 32. Merkel geht auf die Wünsche Camerons ein. feste Wendung. 33. Der Fußball-Weltverband zeigt der Welt die Zunge. Sachliche Einmaligkeit. 34. Völlig losgelöst von der Erde. Sachliche Einmaligkeit. 35. Sie ist die rote Fotografin. Betonung. 36. Es ist an der Zeit glücklich zu sein. feste Wendung. 37. Die Hebalm hat doch noch eine Zukunft. Sachliche Einmaligkeit. 38. Die besten Holzbauten des Landes werden ausgezeichnet 39. An der Grenze bahnt sich Geschichtsträchtiges an 40. Heute beginnt das Stecken im Ausseerland. Kennzeichnung durch Attribuierung Sachliche Einmaligkeit Betonung. 24.
(33) 41. „Migräne“ bei der Lebensversicherung. Generalisierung. 42. Alle Bürger sind gleich: Die EU hilft auf Reisen. Sachliche Einmaligkeit. 43. Ab in die Wüstenstädte!. Sachliche Einmaligkeit. 44. Neues Körpergefühl für den Sommer. Sachliche Einmaligkeit. 45. Mit dem Rad durchs Zwischenmurland. Generalisierung. 46. Letzter Aufruf für den Thermenbus!. Generalisierung. 47. Die Sonnigen Inseln der Seligen. Kennzeichnung durch Attribuierung. 48. So nehmen sie die ersten Hürden. feste Wendung. 49. Meisterin der Vielfalt. Kennzeichnung durch Attribuierung. 50. Schmankerlmeile auf dem Kuruzzenkogel. Sachliche Einmaligkeit. 51. „Glücksfall für den Historiker“. Sachliche Einmaligkeit. 52. Paris, die Stadt der Liebe und Hiebe. Kennzeichnung durch Attribuierung. 53. Hartbergs bitterer Gang in den Keller. feste Wendung. 54. Die Abschaffung des Bargeldes. Kennzeichnung durch Attribuierung. 55. Schutz für das Bankgeheimnis. Sachliche Einmaligkeit. 56. EU zündet Bombe: Klage gegen die deutsche AusländerMaut. 57. Brünn lud Deutsche zur Wallfahrt der Versöhnung 58. Silk-Road-Gründer in den USA verurteilt. Generalisierung Kennzeichnung durch Attribuierung Sachliche Einmaligkeit. 59. Das Gesicht des toten Bruders. Kennzeichnung durch Attribuierung. 60. Polit-Streit um das Po-Grapschen!. Generalisierung. 61. Trafikant schlug Räuber mit Finte in die Flucht. feste Wendung. 62. „Twitter-Einsatz“ der Polizei bei 67-Gipfel. Generalisierung. 63. Biss-Attacke bei Streit in der City. Sachliche Einmaligkeit. 64. Die EU macht den Tourismus kaputt. Sachliche Einmaligkeit. 65.. Zurück in den Job: Tolle Chance für Frauen nach der Babypause. 66. Laufen für den guten zweck. Sachliche Einmaligkeit feste Wendung. 67. Heute ist der Tag der Entscheidung. Kennzeichnung durch Attribuierung. 68. Hat die Auszeit Sie stärker gemacht, Frau Wiener?. Sachliche Einmaligkeit. 69. Genießen sie die „Great Voices“!. Sachliche Einmaligkeit. 70. Sein Konzept begräbt das Theater. Generalisierung. 71. „Ritter“ mit Feuer zurück in der Erfolgsspur. feste Wendung. 72. Ritzing verlor gegen Neusiedl und hofft noch auf die Lizenz. Sachliche Einmaligkeit. 73. Durch die „Schallmauer“. Sachliche Einmaligkeit. 74. Von der Hölle in den Himmel. Sachliche Einmaligkeit. 75.. Entwickler-Marathon: In nur 48 Stunden von der Idee zum Spiel. 76. Freizeit-Tipps für die Woche. Sachliche Einmaligkeit Sachliche Einmaligkeit. 77. Sturm ging im Finish die Kraft aus. feste Wendung. 78. Vastic stößt Wr. Neustadt in den Keller. feste Wendung. 25.
(34) 79. „Er ist der beste Fußballer aller Zeiten“. Kennzeichnung durch Attribuierung. 80. Die WM wird jetzt zum „Bruderkampf“. Sachliche Einmaligkeit. 81. Ring frei für die Dirndln. Generalisierung. 82. Brot und Spiele für die Bürger. Generalisierung. 83. Livemitschnitt aus der Grazer Oper. Sachliche Einmaligkeit. 84. Die Lebenslust fährt mit. Generalisierung. 85. Adelbar bringt den Sieg. Kennzeichnung durch Attribuierung. 86. Aktiv werden nach dem Abspann. Generalisierung. 87. Prödl wechselt wohl in die Premier League. Sachliche Einmaligkeit. 88. John Kerry brach sich das Bein. Sachliche Einmaligkeit. 89. Wiesberger hat die Million. Sachliche Einmaligkeit. 90. Contador holt sich zum zweiten Mal den Giro. Sachliche Einmaligkeit. 91.. Haller schaffte mit Gesamtsieg die Sensation bei der FjordTour in Norwegen. Sachliche Einmaligkeit. 92. Barca holt sich die Champions League. Sachliche Einmaligkeit. 93. Brite Brash knackte den Jackpot. Sachliche Einmaligkeit. Abbildung 6 Überschriften mit den bestimmten Artikel aus den Zeitungen: Kleine Zeitung (Graz, Samstag 30.5.2015), Kronen Zeitung (Sonntag, 31.5.2015), Kleine Zeitung (Graz, Dienstag, 2.6.2015) und Montag Kleine Zeitung (Graz, Montag, 1.6.2015). Insgesamt habe ich 93 Überschriften in den oben angegebenen Zeitungen gefunden. Bei der Feststellung, ob ich diese Hypothese bestätigen kann, habe ich alle Überschriften, die den bestimmten Artikel enthalten, angegeben. Außerdem habe ich alle angegebenen Überschriften kategorisiert, d.h., dass ich die Überschriften je nach Gebrauch von dem bestimmten Artikel farblich getrennt habe. Um eindeutig herauszufinden, ob ich diese Hypothese bestätigen kann, habe ich mich auf die Bestimmung des bestimmten Artikels konzentriert und habe darum alle Überschriften, die durch die Einmaligkeit bestimmt sind, mit einer blauen Farbe, die Generalisierung mit einer orangen Farbe, feste Wendungen mit einer lila Farbe und die Kennzeichnung durch ein Attribut mit einer grünen Farbe, markiert. Neben den Hauptkategorien habe ich auch zwei Beispiele, die den Satz mit dem bestimmten Artikel betonen, gefunden.. 26.
(35) Mit Hilfe der Graphik kann man sehen, dass ich die dritte Hypothese leider nicht bestätigen kann.. Gebrauch des Bestimmten Artikels. Kennzeichnung durch Attribuierung. 15% 18%. 53%. Generalisierung Feste Wendung. 12% 2%. Betonung Sachliche Einmaligkeit. Graph 3 Gebrauch des bestimmten Artikels. Ich ging davon aus, dass in den Medien (in den Zeitungen) der bestimmte Artikel seltener in den Überschriften gebraucht wird, wenn er aber gebraucht wird, dann ausschließlich bei den sachlichen Einmaligkeit, wie zum Beispiel bei Eigennamen (die Bundeskanzlerin, die SPD, der Papst,…). Aus der Graphik ist sichtbar, dass der bestimmte Artikel durch die Einmaligkeit von insgesamt 93 Überschriften, 49 Mal bestimmt wird, was. 53% aller. Überschriften darstellt. Die Bestimmung des bestimmten Artikels durch die Einmaligkeit stellt mehr als die Hälfte des Graphs dar. Die zweitgrößte Kategorie mit einem Anteil von 18% stellt die Bestimmung durch Generalisierung dar. Mit einem geringen prozentualen Unterschied folgen die Kennzeichnung durch ein Attribut (15%) und die festen Wendungen (12%). An der letzten Stelle ist mit 2% die Bestimmung des bestimmten Artikels durch eine Betonung. Durch diese Analyse kann ich zum Abschluss kommen, dass ich die dritte Hypothese nicht bestätigen kann. 27.
(36) Hypothese 4: Generell wird der bestimmte Artikel in den Zeitungen viel häufiger verwendet als der unbestimmte Artikel Aufgrund der vorigen Hypothesen könnte ich die letzte Hypothese bestätigen, allerdings habe ich mir bei der letzten Hypothese etwas anderes überlegt. Um diese Hypothese eindeutig bestätigen zu können, habe ich mir verschiedene Zeitungsartikel aus den Zeitungen ausgesucht und sie durchgelesen. Dabei nahm ich zwei verschiedene Marker und markierte alle bestimmten und unbestimmten Artikel. Den bestimmten Artikel markierte ich mit einer rosa Farbe, den unbestimmten mit einer blauen Farbe. Nachdem ich alles durchgelesen und markiert habe, habe ich ein Foto gemacht, um zu sehen, ob meine Hypothese stimmt. Mit dieser Art wollte ich herausfinden, welche Artikelart in den Zeitungsartikel mehrfach gebraucht wird.. BILD 1: Bei dem ersten Bild kann man sehen, dass der bestimmte Artikel viel öfter gebraucht wird als der unbestimmte Artikel. In diesem Zeitungsartikel sieht man, dass die rosa Farbe häufiger vorkommt als die blaue Farbe. In diesem Zeitungsartikel wird über ein Problem berichtet, das uns schon im Voraus bekannt ist und deshalb wird der bestimmte Artikel verwendet. Hier wird auch über Politik und um verschiedene Parteien, wie z. B. die SPÖ, geschrieben. Weil wir schon wissen, was die Partei ist und was sie macht, wird sie nicht als irgendeine Partei vorgestellt, sondern als eine Partei, die uns schon bekannt ist. Der unbestimmte Artikel wird dagegen nur selten gebraucht.. BILD 2: Auch bei diesem Zeitungsartikel gibt es eine ähnliche Situation. Der unbestimmte Artikel wird nur 6 Mal in den ganzen Zeitungsartikel verwendet und der bestimmte Artikel dagegen fast immer.. 28.
(37) In diesem Zeitungsartikel wird allerding über eine sehr prominente Person geschrieben (über Angela Merkel) und aufgrund dessen, dass das eine österreichische Zeitung ist, geht man davon aus, dass jeder Österreicher wissen sollte, wer sie ist. Unter anderem wird in diesem Zeitungsartikel über Europa geschrieben, was dazu führt, dass der bestimmte Artikel mehrmals verwendet wird. BILD 3: Auch bei dem letzten Bild ist der Gebrauch der Artikel sehr ähnlich. In diesem Zeitungsartikel wird der unbestimmte Artikel nur zwei Mal gebraucht, der bestimmte Artikel dagegen fast immer. Der Grund ist der Gleiche, wie bei den ersten zwei Zeitungsartikeln. In diesem Text tauchen Wörter und Begriffe vor, die uns bekannt sind und die wir identifizieren können. Auch hier tauchen die Begriffe aus dem Bereich der Politik auf. Somit ist eindeutig, wieso der bestimmte Artikel gewählt wird. z. B. Die EU, die Maut, der CSU-Verkehrsminister, „die Welt“,… Man kann feststellen, dass der bestimmte Artikel deutlich häufiger verwendet wird als der unbestimmte Artikel.. Alle drei Bilder, die sich auf die vierte Hypothese beziehen, deuten darauf hin, dass der bestimmte Artikel in den Zeitungsartikel häufiger gebraucht wird als der unbestimmte Artikel. Einer der Gründe ist, dass die Medien davon ausgehen, dass wir über das Geschehen in der Welt schon im Voraus informiert worden sind. Dabei sollen die Medien nur als eine Art Vermittlung, die das Geschehen schriftlich aufbewahren sollen, stehen. Die Medien berichten immer über Ereignisse, Persönlichkeiten oder generell über sachliche Einmaligkeit, die uns bekannt sind und darum ist klar, dass der bestimmte Artikel gebraucht wird.. 29.
(38) Der unbestimmte Artikel wird dagegen nur selten gebraucht. Ein Beispiel dafür ist, dass ein Unbekannter etwas gemacht oder erlebt hat und die Medien darüber schreiben. In diesem Fall verwenden sie den unbestimmten Artikel. Wenn der Unbekannte aber häufiger in den Medien auftaucht und allen bekannt ist, wird der bestimmte Artikel verwendet. Eine unbekannte Person kann so, durch mehrfaches Erwähnen, zu einer bekannten Person werden. Die letzte Hypothese kann ich mit einem eindeutigen Ergebnis bestätigen.. Bild 1 Zeitungsartikel: Plaikner, P. (2.6.2015): Problem mit dem Ablaufdatum, in: Kleine Zeitung, S. 5. 30.
(39) Bild 2 Zeitungsartikel: Merkel geht auf die Wünsche Camerons ein, in: Kleine Zeitung (Graz, Samstag 30.5.2015), Seite 9. 31.
(40) Bild 3 Zeitungsartikel: EU zündet Bombe: Klage gegen die deutsche Ausländer-Maut, in: Kronen Zeitung (Sonntag, 31.5.2015), Seite 5. 32.
(41) 3.5 Das Ergebnis und abschließende Bemerkungen. Ziel dieser Diplomarbeit war es herauszufinden, wie die Artikel in den Medien gebraucht werden. Ich habe vier Hypothesen erstellt, von denen ich drei bestätigen kann und eine nicht. Die erste Hypothese lautete, dass der Artikel in den Überschriften häufiger ausgelassen wird. Diese Hypothese wurde mit Hilfe von der Tabelle, in die ich alle Überschriften eingefügt habe, bestätigt. Ich ging davon aus, dass in den Überschriften keine Artikel gebraucht werden, wenn sie aber gebraucht werden, greifen die Medien häufiger zu bestimmten Artikel als zu unbestimmten Artikel. Die zweite Hypothese wurde durch eine erneute Tabelle ebenso bestätigt. Die dritte Hypothese lautete, dass der bestimmte Artikel bei den Überschriften nur bei der sachlichen Einmaligkeit benutzt wird, was ich aber nicht bestätigen kann, weil der bestimmte Artikel nämlich häufiger bei der sachlichen Einmaligkeit benutzt wird und das sogar bei mehr als der Hälfte der Überschriften. Dadurch, dass ich davon ausging, dass sie ausschließlich bei der sachlichen Einmaligkeit gebraucht werden, wurde diese Hypothese nicht bestätigt. Die letzte Hypothese lautete, dass der bestimmte Artikel generell häufiger gebraucht wird als der unbestimmte Artikel. Diese Hypothese wurde mit Hilfe von drei Bildern bestätigt. Aufgrund der vier Hypothesen kann ich zu einer eindeutigen Schlussfolgerung kommen, dass in den Überschriften, Schlagzeilen und Untertiteln der Artikel fast immer ausgelassen wird. In den Texten generell wird am häufigsten der bestimmte Artikel verwendet, weil er identifizierbar ist, d.h. dass uns das bezeichnete Objekt bekannt ist. Der unbestimmte Artikel tritt dagegen in den Medien sehr selten auf.. 33.
(42) 5 Literaturverzeichnis. DUDEN. 1984:. Grammatik. der. deutschen. Gegenwartssprache.. Mannheim/Wien/Zürich: Dudenverlag (=Duden 4).. Grimm, Hans-Jürgen (1992): Lexikon zum Artikelgebrauch. Leipzig: Verlag Enzyklopädie (INTERDRUCK). Helbig, Gerhard/Buscha, Joachim (1986): Kurze deutsche Grammatik für Ausländer. Leipzig: Verlag Enzyklopädie.. Helbig, Gerhard/Buscha, Joachim (1999): Deutsche Grammatik: Ein Handbuch für den Ausländerunterricht. Berlin: Langenscheidt: Verlag Enzyklopädie.. Hentschel, Elke / Weydt, Harald (2013): Handbuch der deutschen Grammatik. 4. vollständig überarbeitete Aufl. Berlin: W.de. Gruyter.. Zeitungen: . Kleine Zeitung, Kleine Zeitung GmbH, Graz, (Samstag, 30.5.2015). . Kleine Zeitung, Kleine Zeitung GmbH, Graz, (Dienstag, 2.6.2015). . Kronen Zeitung, KRONE – Verlag GmbH & Co. KG, Graz, (Sonntag, 31.5.2015). . Montag Kleine Zeitung, Kleine Zeitung GmbH, Graz, (Montag, 1.6.2015). 34.
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